Brennend heisser Wüstensand...
nachdem ich mich jetzt dauerhaft so bravourös damit zurück gehalten habe, sowohl kein einziges wort über könig fussball als auch über alle geschehnisse auf blog.de zu verfassen (zugegebenermaßen waren die versuchungen beiderseits nicht sonderlich groß), habe ich mir ein wörtchen zum wetter und den daraus resultierenden phänomenen wirklich verdient.
mein vater ist einer der zarten rothaar-männer, die eine unglaubliche dünne, beinahe anämisch schimmernde haut und millionen sommersprossen haben. sein erbe paart sich mit einer (wohl nur rezessiv vorhandenen genetischen) hellblonden gabe meiner mutter zu einer fatalen liason, die sich darin äussert, dass ich die sonne wie die pest meiden muss.
bösartigerweise berichten meine eltern, als kind am plattensee sei ich rasant braun und mein haar beinahe weissblond geworden - erinnert das bitteschön noch jemanden ausser mir an hemmingways garten eden? na bitte - man weiss ja, was daraus wurde.
seit der sechsten klasse habe ich mich dann aber selbst eines besseren belehrt und die sonne peinlichst gemieden, ja man könnte sagen, dass gewisse körperregionen seit rund 10 jahren keinen sonnenstrahl mehr gesehen haben. man könnte aber auch sagen, ich sei selbst im hochsommer distinguiert blass. vor zwei jahren hat mich ein surfurlaub, dem ich nur auf höchstes drängen genjis und in anbetracht eines gegebenen versprechens, ich würde einen schönen langärmeligen surfanzug bekommen, nachgegeben habe.
und dann passiert das dumme: man fühlt sich plötzlich in der sonst so verzärtelten anämischen haut furchtbar unattraktiv, gibt der versuchung nach und ersteht einen pussy deluxe-bondgirl-bikini, legt sich statt der errechneten 45 maximalen minuten für anderthalb stunden in die sonne und verbrennt zu bitteren qualen. kennt jemand die malcolm-in-the-middle-folge, in der reese seine sonnenverbrannte haut zu einer ganzkörperhäutung verführen möchte, um seine vollständig und risslos erhaltene haut zu verkaufen? von ähnlicher qualität war das, was quadratmeterweise von meinem spann und meinem unterbrustbereich herunterhing. die haut, die darunter zum vorschein kam war von pergamentener konsistenz und verbot es mir aufgrund der penetrant anhaltenden färbung, für den rest des sommers tiefausgeschnittenes oder gar offene schuhe zu tragen.
seitdem ist äusserste sicherheitsstufe und das jährliche warten auf ästhetische trendwenden angesagt - irgendwann muss sich doch am sommerlichen ideal der westküsten-schönheit mit halterneck-oberteil und türkisem chiquita-röckchen mal was ändern.
reden wir nicht lange drum herum und zitieren lieber frohgemut folgenden schönen satz: die sonne kotzt mich an, die gelbe sau.
ich verstehe schlichtweg nicht, was daran schön sein soll, mit anderen schwitzenden, ihre haut langsam zu bräune verglühen lassenden menschen in fusspilzigen freibädern oder grillgerüchelnden baggerseen herum zu lungern. im sommer habe ich das dringende bedürfnis, alle rolläden tief herunter zu lassen, mich seesternig mit büchern aufs bett zu werfen und mich möglichst wenig zu bewegen, um ein wenig der erduschten kühle in die nächste halbe stunde zu retten. ich würde wirklich gern wissen, warum man gemeinhin glänzige augen bekommt, wenn der verdammte sommer wieder da ist - gegrillte kirschtomaten und lammfilets mit avocadosalat kann ich auch im winter essen.
mein vater ist einer der zarten rothaar-männer, die eine unglaubliche dünne, beinahe anämisch schimmernde haut und millionen sommersprossen haben. sein erbe paart sich mit einer (wohl nur rezessiv vorhandenen genetischen) hellblonden gabe meiner mutter zu einer fatalen liason, die sich darin äussert, dass ich die sonne wie die pest meiden muss.
bösartigerweise berichten meine eltern, als kind am plattensee sei ich rasant braun und mein haar beinahe weissblond geworden - erinnert das bitteschön noch jemanden ausser mir an hemmingways garten eden? na bitte - man weiss ja, was daraus wurde.
seit der sechsten klasse habe ich mich dann aber selbst eines besseren belehrt und die sonne peinlichst gemieden, ja man könnte sagen, dass gewisse körperregionen seit rund 10 jahren keinen sonnenstrahl mehr gesehen haben. man könnte aber auch sagen, ich sei selbst im hochsommer distinguiert blass. vor zwei jahren hat mich ein surfurlaub, dem ich nur auf höchstes drängen genjis und in anbetracht eines gegebenen versprechens, ich würde einen schönen langärmeligen surfanzug bekommen, nachgegeben habe.
und dann passiert das dumme: man fühlt sich plötzlich in der sonst so verzärtelten anämischen haut furchtbar unattraktiv, gibt der versuchung nach und ersteht einen pussy deluxe-bondgirl-bikini, legt sich statt der errechneten 45 maximalen minuten für anderthalb stunden in die sonne und verbrennt zu bitteren qualen. kennt jemand die malcolm-in-the-middle-folge, in der reese seine sonnenverbrannte haut zu einer ganzkörperhäutung verführen möchte, um seine vollständig und risslos erhaltene haut zu verkaufen? von ähnlicher qualität war das, was quadratmeterweise von meinem spann und meinem unterbrustbereich herunterhing. die haut, die darunter zum vorschein kam war von pergamentener konsistenz und verbot es mir aufgrund der penetrant anhaltenden färbung, für den rest des sommers tiefausgeschnittenes oder gar offene schuhe zu tragen.
seitdem ist äusserste sicherheitsstufe und das jährliche warten auf ästhetische trendwenden angesagt - irgendwann muss sich doch am sommerlichen ideal der westküsten-schönheit mit halterneck-oberteil und türkisem chiquita-röckchen mal was ändern.
reden wir nicht lange drum herum und zitieren lieber frohgemut folgenden schönen satz: die sonne kotzt mich an, die gelbe sau.
ich verstehe schlichtweg nicht, was daran schön sein soll, mit anderen schwitzenden, ihre haut langsam zu bräune verglühen lassenden menschen in fusspilzigen freibädern oder grillgerüchelnden baggerseen herum zu lungern. im sommer habe ich das dringende bedürfnis, alle rolläden tief herunter zu lassen, mich seesternig mit büchern aufs bett zu werfen und mich möglichst wenig zu bewegen, um ein wenig der erduschten kühle in die nächste halbe stunde zu retten. ich würde wirklich gern wissen, warum man gemeinhin glänzige augen bekommt, wenn der verdammte sommer wieder da ist - gegrillte kirschtomaten und lammfilets mit avocadosalat kann ich auch im winter essen.
Miss Manierlich - 14. Jul, 12:00
