28
Jul
2006

Was lange währt -

wird endlich turi. ich wartete ja schon seit ein paar tagen auf reaktion aus turiland - erste zarte blüten waren ja bereits am anfang der woche erkennbar. heute aber, da holt der peter den ganz dicken prüfel raus.

und wie das eben immer so ist, wenn sich endlich mal jemand traut, ein bisschen an jemandes thron zu pinkeln: jetzt kommen sie alle angekrochen. diejenigen, die sich ein bisschen zu wieselflink darauf einlassen, endlich mal zurück kläffen zu dürfen. die gelegenheit ist günstig, da schon jemand anderes das erste kieselzuckersteinchen geworfen hat. auf ihn mit gebrüll!

unter anderem mit dabei: wolfgang müller. wolfgang ist ein lustiger herr, der spassige ideen wie beispielsweise jene, das bloggen lebe von gegenseitiger vernetzung, publiziert. kleine ergänzung meinerseits: vernetzung bedeutet in dieser lesart: kräftig trackbacks setzen und im eigenen blog permanent auf fremd-gedachtes verweisen - natürlich inklusive schöner langer zitate aus texten, deren rechte man nicht besitzt und selbstverständlich ohne den autor mal anzufragen, ob das vielleicht unangenehm sei. aber hey: so isses eben, das web zwonull! herr müller gehört zu den leuten, die schon herr godwin so trefflich in ein gesetz goss. wolle macht aus einem belustigenden beitrag flott ein pogrom, "volksmassen" werden aufgepeitscht, das wörtchen denunzieren fällt und natürlich auch die aussage, es käme bald der aufruf "kauft nicht beim....". ich persönlich finde es grenzwertig lieber herr müller, einen blogversageraward mit nationalsozialistischer stimmungsmache zu vergleichen. vielleicht nochmal drüber nachdenken....

auch frank weiss: der alphonso, der hat das web2.0 nicht kapiert. der löscht kommentare!

stefan uhrenbacher
hingegen freut sich, dass herr turi endlich mal ein bisschen privat angetrüffelte hetze in sein blog streut und bemerkt süffisant, wo meyer drauf steht, könne ja bei diesem namen nun wirklich nichts substanzielles drin sein. zumal wenn der verfasser nur einen fiat fährt.

zum glück weiss turi selbst aber die antwort auf alle fragen: der don ist halt ein bayer. und die bayern, naja. die sind halt so! ganz ehrlich! und damit auch jeder wirklich kapiert, was bayersein im turihirn bedeutet, gibts ein lustiges strauß-zitat mit dem zusatz, hierbei handele es sich um dons landesvater. ach und turi: ich erkläre dir bei gelegenheit gern mal genauer, was der unterschied zwischen dem, was du unter "projektion" verstehst und den fachbegriffen projektion, übertragung und projektiver identifizierung ist.

Schiller

man liebt sich im sommer immer mit einem tierischen (nicht im slang- sondern im zoologischen sinne) aspekt. vielleicht macht´s die wärme, die trägheit oder das übereinander-rollen.

dann liegt man im friedlichen danach wie auf einem leergetrunkenen flussbett, berührungen werden plötzlich unangenehm verklebt, man will am anderen liegen und gleichzeitig weitestmöglichen abstand. und dann entdeckt man etwas, was man knapp vier jahre nicht bemerkte. nämlich, dass prinz genji koital ermattet eine bestimmte bewegung mit seiner hand ausführt, die beinahe schon topoi-charakter hat.

wie eine gereizte löwenmutter legt er seinen arm über meinen kopf und presst mich wie ein ungezogenes jungtier aufs bett. für einen moment fühlte sich das wirklich an, wie eine schläfrige tatze und ich wäre gern vergeistigt genug, um von fern brotbraum-ast-rascheln zu hören.

als erstes fällt mir vollkommen unpassenderweise schillers handschuh ein - es wäre aber auch zu schön, stiesse eine erfolgreiche ejakulation etwas wie ein tor auf, aus dessen grund genjis herzen eine geschmeidige, mutterinstinkt-triefende raubkatze entstiege.

wenn man die augen ganz fest schliesst und sich in tropische luftblasen kuschelt, dann raschelt vielleicht von weit weg ein zaghafter gazellenschritt. öffnet man aber nach der gigantischen zeitdistanz von wenigen minuten die augen, dann sieht man, dass das beuteblut auf der oberlippe des geliebten verräterisch nougatbraun schimmert.
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