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    <title>Miss Manierlichs Manierismen</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>Miss Manierlich</dc:publisher>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-14T08:11:59Z</dc:date>
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    <title>Miss Manierlichs Manierismen</title>
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    <title>*</title>
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    <description>der abnabelungsprozess von den eltern hat in meinem falle eine elementare stufe übersprungen: diejenige, in der man seine eltern einmal als um jedes erzeugersein bereinigte, quasi nackte menschen sieht. ich habe mich beispielsweise nie gefragt, ob ich meine mutter respektieren oder gar mögen würde, würde ich sie nicht als mutter, sondern etwa als kollegin kennenlernen. sicher ist mir schon lange bewusst, dass mein vater, dieser kleine drahtige alte fritz, die furchteinflössende autorität die er noch immer für mich darstellt aus seinem schieren vatersein und keinesfalls aus seinem ehrfurchtgebietenden wesen bezieht. ich habe beide oft genug mit den verschiedensten emotionalen optischen gerätschaften des kindes betrachtet, sie nächtelang in mikroskopische einzelheiten und fernglasferne gesamtheiten zerlegt und erhöht und seziert - ein nichtauflösbarer rest blieb immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis vor kurzem konnte ich auch nur darüber mutmaßen wie es sich anfühlt, etwas über seine eltern zu erfahren, dass es fürderhin unmöglicht macht, sich jemals wieder mit ihnen als eltern im eigentlichen , als instanz etwas guten und richtigen auseinanderzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die familien meiner beiden patentanten wurden in den späten siebziger jahren bei einem fluchtversuch an der innerdeutschen grenze gefasst und mit ihren familien zu mehreren jahren haft verurteilt. aufgrund der engen verbindung und freundschaft, die zwischen meinen eltern und beiden familien bestand, folgten unmittelbare konsequenzen für meine familie: die patenfamilien betrachteten meine eltern bis weit nach der wende als verräter, als undichte stellen, die den fluchtversuch scheitern liessen. das regime hingegen nahm meine eltern als enge vertraute von republikflüchtlingen gleichermaßen ins visier und stufte sie als potenzielle aufrührer ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besonders meinen vater traf das misstrauen der patenfamilien unglaublich hart, der verdacht lastete bis zur akteneinsicht schwer auf ihm und ich weiss noch wie heute, wie er an jenem tag mit einem stapel trophäenartig vor sich hergetragener kopien, die ein feuerroter bstu-stempel zierte, den gartenweg hinaufkam. die präsentation dieses stapels papier (der erwartungsgemäß nichts als belanglosigkeiten enthielt) während einem der nächsten besuche der patenfamilien verlief hingegen keinesfalls so, wie er es erwartet hatte. als minderschwerer fall hatte mein vater natürlich erst viel später als die bei der flucht gefassten familien akteneinsicht bekommen, längst war geklärt, wer beide familien damals verraten hatte. bei diesem, in form und inhalt hochnotpeinlichen treffen kam es keineswegs zu einer wirklich tiefen versöhnung oder entschuldigung,  vielmehr beschlich mich das gefühl, mein vater sei zutiefst enttäuscht, dass sich der durch die gescheiterte fluch und die inhaftierung entstandene graben nicht schliessen lasse. die patenfamilien waren nicht bereit, meinen vater als opfer des regimes zu akzeptieren oder sich gar für den verdacht zu entschuldigen. bespitzelungen über den gartenzaun, lachhafte wohnungsskizzen oder jahrelange überwachungen von telefongesprächen und briefen wogen keinen tag haft und trennung von mann und kindern auf. es gab keine entschuldigung, kein näherrücken - vielmehr verstärkte sich die kluft, das erfahrungsgefälle und das unausgesprochene gefühl eines zwecklosen ringens um die schaffung einer gemeinsamen verständnisbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das heutige verhältnis ist ein oberflächlich entspanntes: gemeinsame kurzurlaube, gegenseitige besuche, der von beiden seiten ernsthaft betriebene versuch an etwas anzuknüpfen, dass am tag der missglückten flucht unwiderruflich zuende war. das thema  inhaftierung ist auf eine merkwürdige weise präsent, insbesondere die trennung von den kindern, die während der zeit der elterlichen haft in heimen und bei pflegefamilien untergebracht waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kurzer exkurs:&lt;br /&gt;
eine meiner patentanten waren einen großteil ihrer haft in &lt;a href=&quot;http://www.hoheneck.com/&quot;&gt;hoheneck&lt;/a&gt; untergebracht. wer sich die mühe macht, und auch nur den kurzen starttext liest, der wird mit einem gefühl heftigen kotzdranges belohnt - hoheneck war vor einigen jahren gegenstand schlimmster pr, da geschmacksresistente investoren aus dem für seine grausamen haftbedingungen berüchtigten gefängnis für politisch inhaftierte frauen eine art erlebnishotel machen wollten, zitat: &lt;a href=&quot;http://www.stiftung-aufarbeitung.de/dokumentation/onlinearchiv_presse04_12082004_reak.php&quot;&gt;&quot; Und gerade diese Verbindung macht Hoheneck so interessant, das gibt es kein zweites Mal, dies eröffnet Möglichkeiten, die kein anderer hat!&quot;&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine patentante spricht seit langem davon, dass sie sich mit dem gedanken trägt, hoheneck noch einmal mit ihren kindern, meiner mutter und mir zu besuchen. dass die führungen von der oben erwähnten firma organisiert wurden und die auf der website präsentierten &lt;a href=&quot;http://www.hoheneck.com/files/presse.php?a=5&quot;&gt;presseberichte&lt;/a&gt; durch einen aufgegeilten geisterbahnton geprägt waren, sprach meine mutter im vorfeld behutsam an - wir fuhren trotzdem. was während dieser führung passierte, in welchem sensationsprallen, saftigen ton dieser ort im wortsinn zur schau gestellt wurde, entzieht sich jeglicher schilderbarkeit und war zutiefst verabscheuungswürdig und widerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich habe mich gewundert wie stoisch, beinahe paralysiert meine patentante neben uns stand, als man beispielsweise während der führung eine abteilung in der sie zwei jahre lang arbeitete präsentierte. dort wurde alte arbeitskleidung zerschnitten und zu was-auch-immer verarbeitet: &quot;lumpenabteilung&quot; wurde das genannt, süffisierte die führende kraft und liess bewusst offen, ob sich dies auf die hier arbeitenden oder das material bezog. wäre meine patin nicht dabei gewesen, hätte ich den mitarbeiter gern auf die geschmacklosigkeit seiner äusserungen hingewiesen und mich auf dem absatz umgedreht. so stand ich als tochter meines vaters, der aufgrund eines lächerlichen haufens akten seine unschuld beweisen und rehabilitation herbeiführen wollte daneben und habe mich zutiefst geschämt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese scham schlug in bodenlose wut auf meinen vater, der sich noch heute gern als, wenn auch kleines, unbedeutendes opfer der ddr stilisiert um, als meine patin auf dem heimweg sehr sachlich und sehr ruhig erzählte, mein vater hätte sie, ihren mann und ihre kinder während der beinahe fünfjährigen haft kein einziges mal besucht. an diesem nachmittag habe ich alles gelernt, was man über das gefühl angesichts unterbliebener zivilcourage wissen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
irgendwann erfährt man etwas über seine eltern, das diese um einen aspekt erweitert, der für einen kurzen augenblick jeglichen respekt und jegliche achtung vor ihnen abfallen lässt. dann sieht man seine eltern sehr klar und deutlich vor sich: den bstu-aktenstapel, das charakterschwache tuscheln über die furchtbaren geschehnisse in einem staat, das erschreckend unpolitische einer sich selbst als ehemals zutiefst staatsfeindlich empfindenden existenz (die im kern nur eine von tausenden unzufriedenen kleinen maulern war) einen verblendeten älterwerdenden mann, der zu feige war, seine engsten freunde während der haft zu besuchen. meine enttäuschung hätte nicht größer sein können, hätte ich erfahren dass mein vater ein kleiner zuträger war, der nachts mit spitzem bleistift kantinengespräche zu papier brachte. er hatte keine überzeugung - zumindest keine, für die er das äusserst geringe wagnis einzugehen bereit gewesen wäre, seine freunde zu besuchen. und er verdient sein bstu-feigenblättchen nicht, diese rechtfertigung, diese nachträgliche legitimation seines zutiefst unwürdigen verhaltens.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-08T19:34:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4569590/">
    <title>Der liebe Gott</title>
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    <description>wenn ich bei meinen eltern bin muss ich, um die nach meinem wegzug etablierte zimmerverteilung nicht zu stören, immer im letzten noch nahezu vollständig instandgehaltenen kinderzimmer nächtigen - was reichlich gelegenheit zur inspektion meiner früheren kinderbücher gibt. ich bin immer wieder erstaunt, wie genau ich insbesondere deren illustrationen noch kenne und während es aus den unteren schlafzimmern krakeelt, ich möge doch das rauchen im dachgeschoss einstellen (oh heiliger sankt florian....) freue ich mich abwechselnd über ein drastisches bild aus einer illustrierten ausgabe des kalten herzens oder eine weichgezeichnete bebilderung meines damaligen lieblingsmärchens (falada, da du hangest.....). am letzten sonntag fiel mir beim stöbern meine kinderbibel in die hände, eine reichlich zerfledderte ddr-ausgabe die pathetischerweise &quot;schild des glaubens&quot; heisst und die ich auch wegen ihrer illustrationen unglaublich geliebt habe. das lag sicherlich nicht daran, dass ich so ein frommes kind war, vielmehr mochte ich die geschichten, die von seiten meines vaters durch eine reichliche portion dramaturgischer beigaben während des vorlesens angereichert wurden und die für mich völlig gleichberechtigt neben &quot;jorinde und joringel&quot; und dem tapferen zinnsoldaten angesiedelt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
während der weihnachtstage an denen ich daheim bin, kumuliert die gesamte religiöse erziehung meines vaters in einer merkwürdigen melange aus christenlehre und frühkindlicher bibelerziehung und nie ist mir so bewusst geworden dass mein vater einen glauben von der tiefe eines achtjährigen kindes in sich bewegt, wie in diesem jahr. der ehemalige orgelspieler quält die gesamte familie seit jahr und tag speziell mit dem bachschen weihnachtsoratorium - &lt;a href=&quot;http://de.youtube.com/watch?v=J66PUOysSOk&quot;&gt;&quot;bereite dich zion&quot;&lt;/a&gt; dröhnt mir bei betreten des hauses regelmässig am abend des 23ten in ohrenbetäubender lautstärke entgegen, was bedeutet, dass der religiöse wahn, der bis pfingsten anhalten wird, langsam seinem vorläufigen höhepunkt entgegenstrebt. die lust und inbrunst, mit der unsere familie mit beginn der adventszeit endlich auch einmal das komplette inventar der inszenierung des religiösen pflegen darf, belegt wieder einmal die alte these von den protestanten, die neidisch auf den prunk und die staffage der katholiken schielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich gönne meinen eltern und speziell meinem vater diese unschuldige kleine freude von ganzem herzen - tragisch ist nur das zutagetreten der basis seiner religiosität. im kern glaubt mein vater an den sprichwörtlichen lieben gott seiner kindheit, angereichert mit deutlichen zeus-anleihen. gott heisst für meinen vater: blitzeschleudern, cherubin und brennender dornenbusch. es gibt keine reflektierte ebene, sondern lediglich einen ängstlich-märchenhaften kinderglauben, der aus dampfendem opferlammblut, beschaulichen tierpärchen die die arche noah besteigen und erkenntnisäpfeln zusammen gesetzt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gespannte verhältnisse zwischen töchtern und vätern sind sicherlich mehr als gewöhnlich. dass aber der zumeist einzige moment des jahres, in dem ich so etwas wie emotionale verbundenheit zwischen uns beiden bemerke ausgerechnet während des gottesdienstes am 24.12. vonstatten geht, sichert uns beiden einen gewissen exotenstatus. wenn wir um kurz nach halb sechs dort sitzen, wo die manierlichs seit nunmehr drei generationen sitzen (seit der besucherschwemme die 1989 einsetzte, sind gute kirchenplätze eine frage des timings und meistens muss ich bereits die vorangehende kindermesse besuchen, um den einen und einzigen platz für die gesamte familie in bester zonen-manier zu &quot;besetzen&quot;), steht meinem vater bereits die vorfreude im gesicht geschrieben, weil chor und orgel bald unser beider &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=LRNwHsqE9rk&quot;&gt;lieblingslied&lt;/a&gt; anstimmen.   insbesondere die von der gemeinde mitgesungenen zeilen &quot;gottes sohn ist mensch geborn´n, hat versöhnt des vaters zorn&quot; sind umfassend nach dem religiösen geschmack meines vaters und bereits mit beginn des ersten teils (der in der sächsischen provinz von dialektfreien mitgliedern der kurrende mit deutschem text gesungen wird) nimmt mein vater meine hand um während der phase des gemeindlichen mitsingens die schmissigen paukenschläge, die wir beide so gern mögen, quasi per sanftem druck an mich weiterzugeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das ganze ist angesichts unseres regulären emotionalen verhältnisses so komplett unglaublich und ein so unfassbarer moment der intimität, dass ich jedes jahr denke, ich hätte mir die erinnerungen der letzten jahre lediglich eingebildet. bereits wenige tage nach dem letzten quempas kommt mir die szenerie meines, ob der vielen nichtkirchengeldzahler in seiner kircher strafende blicke versenkenden vaters, der meine hand nimmt, durch und durch abwegig vor. die gleiche person, die mir gegenüber während des restlichen jahres eine mischung aus emotionaler unbeholfenheit und passivem misstrauen hegt, fasst mich freiwillig und für runde dreieinhalb minuten in momenten des höheren musikalischen genusses an - unfassbar. wir sprechen nie darüber, warum während des quempas das unglaubliche vonstatten geht.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-29T22:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4391290/">
    <title>schlafzimmeriges</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4391290/</link>
    <description>es ist ja herbst, da spricht man wieder gern darüber. nämlich darüber, wie man sich´s hübsch macht daheim und gemütlich und möglichst nestig. das zentrum dieses nestes wandert während des jahres einmal quer durch die ganze wohnung und im herbst, da lebt man quasi nur im schlafzimmer und spricht folgerichtig auch darüber, wie es denn beschaffen sein sollte (niemals und unter keinen umständen aber darüber, was darin geschieht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als ich noch eine einzimmerwohnung hatte, träumte ich immer davon einmal einen raum zu haben, in dem nichts als ein bett stehen würde. ein bett, ein bänkchen am ende des fusses und ein dicker strauß gladiolen oder lilien. es kommt natürlich anders, denn man bemöbelt im laufe der zeit und angesichts der knappheit der wohnfläche ja doch wieder alles. und so wurde aus dem zimmer für ein bett ein zimmer für alles, was ins arbeits-und fernsehzimmer nicht mehr reinpasste, in der küche blöd aussehen würde und im bad nichts zu suchen hat. quellen die bücherregale im zweiten zimmer über: mach nix, flugs drei weitere regale im schlafzimmer deponiert und neben den zweiten kleiderschrank geschoben. gästedecke, kissen, reisetasche und ein dutzend lieblingsschuhe dazu, später gesellt sich der fernseher ins eck und die prächtige aber vollkommen überdimensionierte bodenvase findet auch noch einen platz. raum für das malerische bänkchen am fuße des bettes bleibt dann natürlich keiner mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unbegreiflich ist mir, wie man sein bett weiss beziehen kann. unbegreiflich und: zuhöchst empörend. es gibt ja leute, die können sogar einen weisse wintermantel tragen, der nicht nach zwei wochen wie ein eisbärfell aussieht. entrückte wesen, die ihr in euren betten keinen sex habt und nie mit einem rest makeup ins bett huscht, die ihr nie im bett frühstückt oder raucht: weisse bettwäsche finde ich nur in fremden schlafzimmern, in denen ich nicht schlafen muss großartig. bei mir sähe das aber nach wenigen tagen eklig aus, also wird farbig bezogen (und zwar am allerliebsten mit bezaubernden stücken von &lt;a href=&quot;http://www.designersguild.com/products/designersguild/bedlinen/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. leider sprengt bettwäsche regelmässig die zulässige maximalgewichtsklasse des gepäcks auf dem rückflug). zusammen mit dem sammelsurium, das aus dem vollmöbeln resultiert, ergibt sich mit den himbeerfarbigen wänden so immer die gepflegte anmutung des interieurs eines auf der landstraße dahinschaukelnden wagens einer wahrsagerin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was im madame-mim-schlafzimmer ansonsten gut geht: verteilte häufchen, bestehend aus schmuck, haarbändern, schals und sonstigem gehänge. ein leerer aschenbecher und eine notschachtel zigaretten. eine große obstschale. schnittblumen und der schnickschnackige tand,  der zu intim ist, um ihn im zweiten zimmer auszustellen. eingetopfte orchideen und eine schmusige nachttischlampe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was in keinem schlafzimmer geht: lichterketten. fotos des personenkreises, den man gern &quot;meine lieben&quot; nennt. kerzen jeder art. softpornomusik und duftwaren wie verstaubte, bunt gefärbte blätter, die penetrant nach vanille riechen. kuscheltiere auf dem bett.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-28T22:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4323940/">
    <title>Mit dem Kopf von heute</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4323940/</link>
    <description>ach verdammt, ich würde jetzt gern an den ort verlinken, an dem ich diese oder eine zumindest sehr ähnliche formulierung vor bereits einiger zeit gelesen habe. leider kann ich mich partout nicht erinnern und trotzdem sprang es mich gerade an, wie das wäre, die dinge von damals mit dem kopf von heute noch einmal zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, um sie zu verändern. sondern vielmehr um klarheit darüber zu erlangen, welchen anteil an den erinnerungen, die vivide noch immer in aller klarheit existieren, der kopf von damals hat und wieviel bedeutung das eigentliche geschehen wohl einnimmt. mit musik funktioniert das übrigens ganz ausgezeichnet: der kopf von heute hört die hymnen von früher, greift zielgenau in die affektive bibliothek abteilung spätadoleszenz und hält pathetische ergriffenheit in den ratlosen händen. ach guckan, nine inch nails fand ich wirklich mal richtig gut und dabei verstauben die entsprechenden tonträger seit jahren ganz unten in einer kiste voll ähnlich erlesen-schauriger musik. ganz klarer punktsieg für den kopf: nin funktionierte wirklich nur in einer äusserst schmalen biographischen nische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ob mir und dem kopf von heute wohl auffallen würde, wie unglaublich dämlich der deflorateur in seinen (ich wage es kaum zu sagen) karottig geschnittenen jeans aussah, als wir an der scheisskalten nordsee herum hockten und unausgesprochen darauf warteten, dass es endlich abend genug sein würde um ausreichend romantische stimmung für einen koitus produzieren zu können? bereits beim flüchtigen erinnern wird mir angesichts dieser eigentlich längst vergangenen situation beinahe übel vor lauter peinlichkeit - war das wirklich peinlich? oder ist der kopf von heute nur nicht in der lage, die erinnerungen des elf jahre jüngeren kopfes exakt zu integrieren, d.h. um das früher zu bereinigen und als tatsächliche situation wiederzugeben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genau das würde ich nämlich wirklich gern tun: das gesammelte inventar energisch aus dem kopf schütteln und die erinnerungen verheutigen: die ganzen losen knöpfe annähen, klemmende (schlimmer noch: verklemmende) reißverschlüsse geschmeidig machen, das ausgerissene futter wieder zusammenführen und den saum schliessen. denn genau so fühlen sich die erinnerungen von damals häufig an: als wären sie irgendwie kaputt und nicht ganz in dem zustand, in dem sie wären hätte sie der kopf von heute gemacht.  zwischen dem kopf von heute und den dingen von damals liegt bedauerlicherweise kein kontinuum, weil das ich sich so hartnäckig saltatorisch fortbewegt. es überschreibt sich fortwährend selbst, beinahe so wie die zaubertafel, die ich einmal hatte und unangenehmerweise finde ich in der erinnerung keine spur vom früheren kopf, die ich nicht kompliziert ableiten müsste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hätte der kopf von heute eine ebenfalls hochgradig schamvolle erinnerung an einen abend in göttingen im herbst mit den gleichen markern versehen, wie das zwanzigjährige pendant? wohl kaum, aber: warum speichert der heutige kopf die erinnerung von damals auch nach mehrmaligem wiederaufrufen trotzdem ungerührt noch mit den gleichen parametern ab? wo ist die altersmilde angesichts des eigenen verhaltens, die sich wohltuend auf die eigenen erinnerungen legt, wenn man sie mal braucht?</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-05T21:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4311000/">
    <title>Sollbruchstelle</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4311000/</link>
    <description>als folge des morgendlichen streits (inklusive bockig-schweigsamem landschulheimzähneputzen und bösartigem sich gegenseitig zahnpastaschaum ins waschbecken spucken) heute abend erstes wundenlecken bei ausgiebigem aufräumen und bilderumhängen im schlafzimmer. dabei den dschinn im goldenen kleidchen zu erbost aufs bett geworfen, so dass glas zu bruch ging und ich mich endlich über mich selbst ärgern konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;585&quot; alt=&quot;dschinn&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/miumeu/images/dschinn.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(dass gold, die diva,  sich aber auch so verdammt ungern fotografieren lassen will)</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-01T21:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4273337/">
    <title>Was passiert</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4273337/</link>
    <description>es ist hier gerade etwas still, weil draussen so viel passiert. und seit gestern nachmittag rast in mir alles noch viel mehr, ich rauche eine zigarette nach der anderen und spüle die dann noch verbleibende aufregung mit kaffee herunter. wenn mich der stern der glücksschweingöttin ordentlich bestrahlt, dann tut sich nämlich gerade ein schleichweg aus der kulturhölle auf. aus diesem verdammten projektchen- und aktiönchenzyklus. dann kann ich aufhören, an letztminütig verlängerte jahresverträge und in projektförderzeiträumen zu denken. und das fühlt sich auch aus der zeitlichen und räumlichen entfernung heraus schon so gut an, dass es zum heulen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da weitet sich gerade etwas und irgendwo ganz tief drinnen kippen mauern zusammen, faltet sich der himmel und glitzert wieder etwas am grund der frühverwitterten, frustrationsmarmormierten erwerbsbiographie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man redet sich bestimmte zustände gern schön, wenn die tapas im barlicht glänzen und die anderen von zu früh zu unausweichlich vorgezeichneten berufswegen sprechen, von der kollegin mit der man die nächsten 30, 40 jahre in einer dürftigen notgemeinschaft arbeiten muss. dann spiesst man ein stück marinierte feige auf und schwadroniert über die freuden der stetig wechselnden projekte, nickt mitleidig über ein leben, das bereits vor dem dreissigsten lebensjahr durch die überstürzte studienplatzwahl einer aufgedrehten abiturientin nun in  betonsockel gegossen vor einem steht. warum wollte ich noch einmal werden, was ich jetzt nicht sein will....?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn ich die augen jetzt ganz fest schliesse, die dicken samtvothänge vor das draussen hänge und vorsichtig den ersten fußabdrücken im gras folge, die seit gestern abend ins dickicht führen, dann fühlt sich die eventuell anstehende, vielleicht letzte berufliche entscheidung gut, richtig und vor allem dringend notwendig an. mehr als alles andere will ich einmal eine münze über mein leben werfen, die ich danach nicht wieder in die hand nehmen muss. das ist eine pathetische und beinahe romantische sicht, aber verdammt: bitte keine unentschlossenheit mehr, die sich als sexy flexible freiheit tarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich will ein poliertes namensschild und ein postfach. ich will honigfarbene parkettseen in der wohnung und wenn ich abends in mein scheppernd aufseufzendes messingbett falle, dann wäre ich gern müde von arbeit und nicht von einem weiteren projektchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die letzten jahre haben ich mich manchmal gefühlt, wie eine animateurin in einem hotel auf fuerteventura, der man immer wieder suggeriert, wie toll es doch sein müsse zu arbeiten, wo andere urlaub machen. man sitzt den ganzen tag zwischen sonnenverbrannten bäuchen, wässrigen cocktails und lastminute-schnäppchen mit meerblick und versucht, sich als sprungfeder in dieser im-urlaub-muss-man-sich-auch-mal-was-gönnen-stimmung irgendwie am leben zu halten. mit der zeit verschwimmt die grenze zwischen eigener arbeit und fremden urlaubsfreuden und irgendwann treibt man vollkommen ziellos in dieser disneylandtätigkeit und weiss gar nicht mehr, ob man hier gerade am urlaub anderer leute arbeitet oder während der arbeit lauter kleine fremde kurzurlaube einlegt. man reibt sich auf und lässt sich von dieser spaßbudenathosphäre einsaugen. man stösst wie eine qualle oder ein pilz sporenschwaden aus projektvorschlägen und ideenwölkchen ab und für den kurzen kaffee und das fettige croissant zwischendurch ist auch immer zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt drücke ich mir vollkommen aufgekratzt selbst die daumen und schreibe abends still und heimlich an meinem vielleicht letzten projektvorschlag. das fühlt sich geheimnisvoll und beinahe konspirativ an: abends sammele ich rotgebrannte backsteine für feste mauern und verlege ein komplettes leitungssystem um ein leben, das im moment noch in einem hochflexiblen kleinen wohnei aus gebürstetem aluminium besteht, dessen abwasser jeden tag in eine andere wiese sickert. und vielleicht rollt mein wohnwägelchen demnächst in den carport eines schmucken einfamilienhauses, von dessen mansarde aus ich dann gelassen den karawanen der flexiblen endzwanziger nachwinke, die gerade auf dem weg zum nächsten großen ding sind.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-19T11:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4077810/">
    <title>Lindsay Lohans Schlüpfer</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4077810/</link>
    <description>das tragisch-komische an einer idee erkennt man immer erst, wenn zweit-und drittverwerter einer idee den eingekochten geistigen sugo, die maximale intellektuelle reduktion auf nudeln vom vortag kippen. wenn die hippe ausleuchtung, die grobkörnige schwarzweiss-ästhetik, der nächtelang von diversen gefiederten ärschen ausgebrütete name, der glanz der beteiligten abfallen und die eigentlich idee gerupft und kümmerlich mit einem stengel krauser petersilie im maul vor einem hockt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
während andernorts noch über den &lt;a href=&quot;http://blogbar.de/archiv/2007/07/04/der-grosse-kommende-blogverkauf/&quot;&gt;großen blogausverkauf&lt;/a&gt; debattiert wird, ist man auf meiner liebsten, von-dir-und-euch-kreierten blogplattform schon einen schritt weiter und überholt im besten sinne ohne einzuholen. denn wo ad*cal ein blognetzwerk sein mag, stampft der aus funk und fernsehen bekannte &lt;a href=&quot;http://www.blog.de/user/jafeth/&quot;&gt;jafeth&lt;/a&gt; direkt ein &lt;a href=&quot;http://topblogsnetwork.blog.de/&quot;&gt;TOPblognetzwerk&lt;/a&gt; aus dem boden und nennt es kicherigerweise blogsnetwork, weil das fast so schön englisch klingt wie der schwachsinn der manchmal auf badehosen oder shirts von newyorker steht. dazu reicht man eine gehörige schöpfkelle transparenz, die dinge offenlegt, die man ebenso wenig sehen oder wissen möchte wie den nichtvorhandenen schlüpfer von lohans lindsay, die ihren schritt bestimmt auch nur transparenter gestalten wollte. damit nimmt der ausverkaufsekel eine neue qualität an: man sieht lediglich, was man nicht sieht - egal ob das die stoppelige scham einer jungen dame als negativ eines entbehrten slips  oder das neueste machwerk eines aufstrebenden geschäftsmannes aus weissnichwo ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentlich müsste man sich bei sätzen wie diesem heulend, röchelnd und giggelnd am boden wälzen:wäre das alles eine sarkastisches spässchen, eine persiflage auf die vermarktungs-auxiliatoren, es wäre großartig. der beitrag zum start des blogsnetworks bedient sich rhetorisch gewagt ein wenig bei der feuerzangenbowle und fragt naiv: was ist eigentlich paidblogging? die 1:1 übernommene antwort lautet: &lt;a href=&quot;http://topblogsnetwork.blog.de/2007/07/02/paid_blogging_trigami_und_wir~2555911&quot;&gt;&quot;Paid Blogging ist wenn Blogger Geld bekommen, wenn sie eine (eben bezahlte) Rezension über eine Firma oder Produkt schreiben.&quot;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danach folgt ein bisschen wanziges eierschlecken bei trigami, viele lustige versprecherlis sowie syntaktische schluckaufereien, ein wirrer vergleich mit paypal und dann mündet alles in einem ebenfalls direkt übernommenen satz, angesichts dessen man konkurrenz-hahnenkammrot werden möchte: &lt;a href=&quot;http://topblogsnetwork.blog.de/2007/07/02/paid_blogging_trigami_und_wir~2555911&quot;&gt;&quot;Remo Uherek ist der Co-Founder von Trigami und ich kann nur gut über ihm schreiben und empfehlen, hier sein Blog (...) Trotzdem wäre lächerlich mich als Konkurrent von TRIGAMI zu sehen, im Gegenteil, ich hoffe irgendwann auf eine eventuelle tiefere Zusammenarbeit.&quot;&lt;/a&gt; schlägt man die patina der arbeit eines texters von den analogen, laut trommelnden zeilen der mutter aller verticknetzwerke, dann steht der trabant dem original in puncto hochfliegender träume und großformatiger ankündigungen kaum in etwas nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
damit das blogsnetwork ordentlich an fahrt gewinnt und direkt professioneller wirkt, gibts einen header, in dem eine kunden- und referenzliste, antworten auf die wichtigsten fragen potenzieller kunden gibt (&lt;a href=&quot;http://topblogsnetwork.blog.de/?tag=faq&quot;&gt;frage: was ist ein blog? antwort: blogs sind vergleichbar mit digitalen fachzeitschriften)&lt;/a&gt; und sogar ein pressebereich mit weiteren sympathischen offenherzigen informationen lockt. für eine &quot;rezension&quot; auf den  premium-pferden im stall (ein &quot;gerechtigkeitsblog&quot; das sich den themen benefiz und armut widmet und das legendäre satireblog &quot;angels magazine&quot;) ist man mit fünfzig euro dabei, das stiefkind &quot;computerberaterblog&quot; dümpelt bei einem startpreis von 25 euro, was aber kein grund zur traurigkeit ist, da alle drei blogs praktischerweise dem initiator des network gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein wenig seltsamer mutet da schon der telekom-magentafarbige button an, der dem geneigten betrachter entgegenkreischt: &lt;a href=&quot;http://topblogsnetwork.blog.de/2007/07/05/unser_neuer_button~2580370&quot;&gt;&quot;ich will eine rezension über meine firma auf diesem blog&quot;&lt;/a&gt;. hä? eine rezension? was darf ich mir denn darunter vorstellen, wenn amtliche abschlussballköniginnen aus der toptenliste von blog.de etwas &quot;rezensieren&quot;? und warum wird eigentlich ein &quot;ich&quot; in einen blökend-auffordernden anbiedersatz gestopft? reicht die grammatik beim blogsnetwork nicht mehr für die formulierung einer zärtlich umwerbenden frage oder war man sich nicht sicher, ob man die werten kunden in spe siezen oder duzen soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genug des spekulierens, die &lt;a href=&quot;http://angelsmagazine.blog.de/2007/07/03/mit_familienalbum_von_familyone_das_dreh%7E2563344&quot;&gt;erste rezension über irgendeine familienklitsche&lt;/a&gt; ist schon da und übertrifft praktisch alle erwartungen. jafeths markenzeichen, die unverhohlene freude am eigenen bild, erlaubt es günstigerweise, diese rezension ganz im stil des meisters zu verfassen: ein echter jafeth, voller grammatik- und sonstiger fehler eben. um es mal mit modifizierten rilkeverslein zu sagen: wer jetzt nicht kotzt, kotzt nimmermehr....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den kommentaren wirds nochmal richtig witzig: jemand erwähnt, dass es da ja noch ganz viele andere tolle stammbaumproduzierende communities gäbe und nennt auch gleich eine. und jafeth wäre nicht jafeth, hätte er nicht direkt eine antwort parat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;180&quot; alt=&quot;jafeth&quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/miumeu/images/jafeth.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was bleibt ist (abseits des umstandes, dass drei viertel aller zum blogsnetwork gehörenden blogs ulkigerweise von einer einzigen person vollgeschrieben werden) ein fahles gefühl und eine plötzlich sehr konkrete vorahnung von dem, was gerade passiert. was bei ad*cal durch zumindest teilweise nicht zwingend unsympathische protagonisten und zumindest in teilen großartige blogs eingeläutet wird, zeigt beim blogsnetwork ganz unverhohlen und ungeschminkt seine peinliche und ungeschminkte fratze.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-16T22:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/4004037/">
    <title>Ein Fall für Walter B.</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/4004037/</link>
    <description>ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, dass die einzigen weiblichen wesen an denen eine louis vuitton-tasche (besonders die grausamen mit murakami-muster, und damit ist kein literart gemeint) wirklich echt aussehen frauen mit topshop-tüten und spritebüchsen in den händen sind? blutjunge russische alleinerbinnen aus schrott- oder waffenhändlerdynastien mit moskauer stadtwohnung mögen die notwendige monetäre ausstattung haben, um das original zu tragen: der hauch des echten umweht ihre ramona bags ja doch nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bilde mir ja ein, ein recht geübtes auge (sehr hübsch beschrieben am beispiel von zolas nana oder prousts albertine: beide kennen und erkennen aus gründen der sehnsucht und des nicht-besitzens) im umgang mit nicht ganz lupenreiner designerware zu haben. ich weiss nicht, ob in allen fabriken von chloé, balenciaga und prada jeden morgen vor der auslieferung der preziosen eine horde wichtel durch die fabrik getrieben wird und ihren magischen staub auf die ware pusten: aber irgendwas ist einfach anders mit dem echt aussehenden original und dem originalen original (hier würde man gern rufen: herr bejamin, bitte übernehmen sie!) und das ist eine frage der aura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wenn jemand diese spezielle aura hat, die vonnöten ist um eine hinterhof-musebag zu saint-laurentinischem leben zu erwecken und ihr den maximalen anschein des originalen zu geben, dann sind das junge mädchen mit heruntergelatschten flipflops, grauen babydolls und einem haarschnitt wie vom cover eines final fantasy-produkts so jung dass man mit ihnen ebenso wie herr noteboom es beschreibt über die ewigkeit sprechen kann und somit auch ohne sich lächerlich zu machen swarovski-anhängerchen an einem handy haben dürfen. so jung dass die söckchen über ballerinas mit schlechtem popart-druck noch in grellem türkis oder gelb sein dürfen, ohne in business vogue, teen vogue oder vogue vogue erwähnt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn genau das braucht ein nachgemachtes designerteilchen, ein schlecht ausgerichtets dior-zeichen, dessen rapport von einer gichtigen hand in einer türkischen wohnküche aufgeprägt wurde: den keinesfalls dezenten charme der strassen-haute couture. es braucht neonfarbene nylonsöckchen, einen türkis gefärbten pony und löwenspringreifengroße creolen.  gern auch alles gleichzeitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
viele frauen meinen (sehr zu meinem unmute), ein kaschmirpullover und eine gerade geschnittene anzughose von sanders jil würden die passende rahmung ergeben, genug glaubwürdigkeit aufbauen, um eine lässig über dem handgelenk baumelnde paddington bag aus taiwan echt wirken zu lassen. was ist das überhaupt für ein blödsinn, seine handtasche am rechwinklig vorschnellenden unterarm zu balancieren? ich will ja nicht behaupten, dass es nicht ein, zwei kelly bags oder le dix-taschen gibt, die an solchen ärmchen baumeln und echt sind. aber sie sehen falsch aus. sie sind vielleicht für diese käuferuppe gemacht - erdacht wurden sie für andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erinnert sich noch jemand an die marc jacobs-ankleboots aus blaugrünem karostoff, mit der gigantischen clownshalsschleife, die ein wenig so aussah, als würde sie gleich den ganzen fuß verschlingen? ich habe genau ein einziges mal eine (überraschung) koreanerin in oberbekleidung, für deren gegenwert ich mir nicht einmal einen halben nagellack kaufen könnte gesehen, die diese kleinen monstrositäten am bein hatte und einfach hinreissend vollständig aussah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die durchsichtigen chaneltaschen dieser saison, die silbernen schachbrettdinger von miu miu und sogar die gerafften quietschfarbentaschen von prada schreien nach abgestossenem modeschmuck, herausgewachsenen weissblonden strähnchen, ja sogar nach dem schluderigen klappergeräusch von flipflops und zähflüssigem lipgloss mit kirschgeschmack von der tankstelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wäre ich designerin, würde ich meine hochpreisige ware auf die strasse anstatt auf den roten teppich der premierenfeiern schicken. ich würde die prinzessinen des neonlichts einer u-bahnstation im ornat aus silberfarbenen leggins und verwaschenen wornby-shirts mit meinen prohibitiv teuren entwürfen ausstatten. meine babys aus kalbsleder sollten über schultern hängen, die sich fröstelnd auf dem rücksitz eins taxis zusammenziehen, während der dazugehörige körper fettiges fastfood verdaut und mit einem mann ohne namen knutscht. ich würde einen zitronengelben lackmantel schaffen, der bei tragischen abgängen und nach dem verlassenwerden den körperumriss in der dämmerung verschluckt  und ein nasenblutrotes futter hat, das durch große und kleine risse schimmert. ich würde die blassen, die platinfarben gesträhnten und die unerreichbaren königinnen der adoleszenz, die vor dem kiffen und nach dem geschlechtsverkehr auf verrottenden kinderspielplätzen ihren körper in reifenschaukeln wiegen, in hauchzarte kaschmirnichtse von strenesse kleiden und die vergilbten frettchen aus düsseldorf an ihren androgynen hosenanzügen verrecken lassen.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-27T15:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3825767/">
    <title>*</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3825767/</link>
    <description>als ich am letzten samstag meinen einkaufswagen durch den ortsansässigen supermarkt schob, wunderte ich mich doch sehr, wie einen der jahrelange besuch von walmart-filialen abstumpfen lässt. bzw: wie staunend man auf einmal vor dingen verharrt, welche die ebenfalls anwesenden miteinkäufer mit lässiger selbstverständlichkeit goutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es ist ja nicht so, dass mir nie aufgefallen wäre, dass im supermarkt meines vertrauens bzw. besser: meiner gewohnheit, nicht alles ganz so sauber wäre. hat mich aber nicht gestört. ausser gelegentlichem gemüse oder obst, dass ich immer mit schlechtem gewissen kaufe, weil in gemütlicher schlenderentfernung der sozialen-brennpunktwohnung eigentlich ein bezaubernder kleiner wochenmarkt gelegen ist,  erwerbe ich in supermärkten prinzipiell keine feucht - oder frühverderbliche waren. also nichts, was nicht doppelt eingeschweisst oder vakuumiert ist und beim öffnen fröhlich zischt. denn wer im supermarkt allen ernstes abgepacktes gemischtes hackfleisch oder schlimmeres ersteht, der sollte seine ekelgrenze dringend neu ausloten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem abzug walmarts unmittelbar verbunden ist die einnistung einer kette, die auf das (zumindest in meiner wohngegend) lahmende pferd &quot;einkaufen in familienfreundlicher und blütenweiss gestärkter umgebung&quot; setzt. irgendwie haben die älteren herren mit den eingetrockneten pinkelflecken im schritt, die wägen voller ochsenmaulsalat und ihre dazugehörigen weiblichen prekariatspartizipanten durch die gänge schoben, besser hierher gepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der gemüseabteilung befindet sich nun alles in frischhaltetruhen, was nicht zart von oben mit feuchtigkeit bestäubt wird,  eine säuselnde damenstimme haucht ein rezept für mit milchprodukten kontamierte paprika über das heer der einkaufswägen und die braunen ränder der kühlregale sind verschwunden. es gibt ein wohlsortiertes zeitschriftenregal, pfingsrosen in einem mit der aufschrift &quot;wochenendgruß&quot; verzierten kübel und ein gigantisches regal mit dezent beleuchteter reclame eines herstellers von tütenmahlzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
früher hats mir ja irgendwie besser gefallen. also, das einkaufen, dass nicht wie ein schlechtgeschminktes wochenmarkt-surrogat daher kam. es ekelt mich an, wie hier jemand versucht, gegen die immer leicht dahin-usselnde, gern als palettenmentalität beschimpfte schäbigkeit der discounter anzugehen und wie man durch in weisse jeans gekleidete, blondierte abiturientinnen hinter probierständen versucht, aus dem was hier verkauft wird, wieder genuß, lebensfreude und sinnlichkeit zu machen. machen wir uns nichts vor: wer hier einkauft, der knallt die 12er packung fruchtzwerge nicht in den wagen weil er meint, seinen kindern (mit der mentalität eines gierigen spatzenjungen ausgestatt) damit wirklich etwas gutes ohne kristallzucker zu tun. hier wird nahrung im großen stil in käfigähnlichen wägen zu autos gekarrt, die mit glück noch ein halbes jahr tüv haben. hier wird erstanden, was später mit abgenutzten plastikkellen auf (bestenfalls) 365+ - geschirr von ikea geklatscht und stupide gekaut, geschluckt, zersetzt und geschissen wird (durchaus als klimax zu verstehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
immer wenn ich aus einem supermarkt komme (und ich liebe supermärkte!), an einem büdchen vorbeirolle, aus dem es nach halben qualitätshühnchen für den preis einer halben schachtel zigaretten riecht, meine perle belade und den wagen zurückfahre, nehme ich mir aus den bereits geparkten wägen einen vergessenen kassenzettel. auf dem weg zum auto gibts dann die erste zigarette des samstags, ein zuckerklebriges kaltgetränk und detektivische lektüre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leider war der kassenbon so widerlich versifft, dass ich ihn nicht einmal in die hosentasche meiner gammeligen schnell-in-den-supermarkt-husch-hose stecken wollte, weil zu befürchten war, der druck meines gesässes würde auf der fahrt die ekle flüssigkeit aus dem papier direkt an meine hinternhaut pressen. sonst hätte ich das gute stück beinahe fotografieren müssen, denn mein vorgänger erstand: einen doppelpack damenstrumpfhosen, ein kinderjojo, eine flasche billigen fusel, die auf den namen eines russischen präsidenten hört, nudeln mit disney-sujet und ein schnäppchen aus der unterhaltungselektronik zu 1,99 (dürfte also ein schlechter film sein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und natürlich fragt man sich sofort, wer sich da wohl mit jojo, damenstumpfhose und aschenputtel-penne ein nettes wochenende gemacht hat, denn nach einem schatz-ich-hab-die-auberginen-vergessen-einkauf sieht so ein zettel nicht aus. immerhin musste der besitzer des waren-pendants zu meinem zettel einmal quer durchs ganze sortiment laufen und wer zeit hat in einer wühlkiste nach schnäppchen zu scharren, der hat auch kein kind daheim, dass mit einem jojo und der sättigungsbeilage in disney-form beruhigt werden müsste. ausserdem tragen frauen von männern, die billige schnäpse erstehen auch keine strumpfhosen. ich vermute also: ein wg-einkauf. entweder eine lustige wg aus cannibal corpse-hörenden maschinenbauern (dann sind die nudeln mehrfach ironisch gebrochen) oder (und das wäre noch schlimmer) es ist eine fiese zweier-wohngemeinschaft, bestehend aus einmal lehramt sport und einmal medienwirtschaft oder kommunikationsdesign oder noch schlimmeres. solche duette aus sport-bh und mitte-strähnchen eben, die es kicher-kicher finden, sich vorm samstäglichen ausgehen in eine disse, in der nur the-bands laufen, eine kirschharrspange ins haar und eine disneynudel in den mund zu schieben. der wodka kommt in einen daiquiri und das jojo in die emily-the-strange-tasche, wo letzte woche noch eine seifenblasenbüchse lag.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-11T16:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3522788/">
    <title>Es frühlingt sehr...</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3522788/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;291&quot; alt=&quot;pfirsisch&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/miumeu/images/pfirsisch.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man merkt nicht nur dass es frühling wird, wenn einem die eigene wohnung hemungslos versifft und dreckig vorkommt. schon gar nicht merke ich, dass es frühling wird, weil mein körper bittend nach spaghettitops rufen würde (das schonmal gar nicht, siehe: meine magerquarkfarbige epidermis). frühling wird´s, so weiss die kleinstädterseele zu behaupten, wenn endlich wieder sperrmüll abgeholt wird, denn selbiger markiert hier zeitlich immer nahezu exakt den halbjährlichen übergang der jahreszeiten. (besonders wenn man in einer gegend lebt, in der es sowieso nur laues kalt und laues heiss gibt, in der die jahreszeitengrenzen sich also langsam auflösen. das liegt, so weiss die nachbarin von links unten, in deren wohnung es wie bei einem hehler aussieht, an irgendeinem französischen pseudo-föhn....)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sperrmüllzeit also. zeit, alles zu entsorgen, was sich im laufe eines halben jahres so ansammelt. dass das natürlich eine menge ist, steht ausser frage: offenkundig hat die halbe straße im letzten jahr einen neuen staubsauger erstanden und auch neue computermonitore scheinen ganz gut gegangen zu sein. fröhlich erschallt mit beginn des einbruchs der dunkelheit das kollegiale hupen weisser kinderschänder-kleintransporter und seit dem herbst bin ich dazu übergegangen, den keller nicht mehr selbst zu leeren, sondern auf höflich klingelnde anfragen ab 23.00 zu warten. einfach so die kellertür aufmachen und die selbstbedienung auszurufen (fand ich ziemlich praktisch) wurde im inneren des hauses nicht gern gesehen. gestern hing folgerichtig ein, im besten bioladenkeifton verfasster, hübsch mit cliparts verzierter computerausdruck an der haustür, der in 18pt comic sans darauf hinweis dass man bitte keine sperrmülldealer ins haus lassen möge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kurz nach dem sperrmüll, beginnt sich dann am örtlichen kiez erstes leben zu regen. das  wägelchen, aus dem heraus pferdefleisch in gläsern verkauft wird, steht wieder an der letzten strassenbahnhaltestelle der innerstädtischen zone. bei tengelmann finden die ersten basilikumtöpfe wieder reissenden absatz und ganze herden schlecht sozialisierter teenagermütter in spe tragen ihre babybäuche in weissen frottee-trainingsanzügen spazieren. die werdenden väter polieren ihre kantigen 80er-jahre cabrios auf hochglanz und legen in hitzigen diskussionen zur bekräftigung des gesagten eine hand auf die brust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin ja der festen überzeugung, dass es richtige innerstädtische kleinkieze nur in kleinstädten gibt, fernab von milchkaffee im unterholz und werbeklitschen die wie hiesige gutbürgerliche gasthöfe im bahnhofsmillieu heissen. hier ist nichts gebrochen (und schon gar nicht rhetorisch oder ironisch) und auf tischtennisplatten wird geraucht oder geknutscht , anstatt mitte-lässig drumherum zu hecheln und becks gold zu trinken. minigolf ist nicht das neue segeln, sondern minigolf und folglich ablehnenswerterweise doof. lediglich die funkelnagelneue ankündigung für de hazz macht sich vielleicht etwas fremd an den längst verbarrikadierten, in pariser messinggrün-verwitterung gestrichenen öffentlichen toiletten. das mit der mohnhaupt hat man gehört, flüstert es an der theke der bäckerei des no-name-supermarktes, aber es ist ja noch nicht raus, ob die jetzt wirklich hierher zurück kommt. aber weil frühling ist, quietscht mein dutzend papageientulpen trotzdem fröhlich den takt auf dem heimweg.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-03T16:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3502994/">
    <title>Frauengeschichte</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3502994/</link>
    <description>es ist eine seltsame sache mit anderen frauen. irgendwie bleibt immer ein beigeschmack im metaphysischen mund fast aller meiner begegnungen und sozialer berührungen mit frauen. und dabei gehöre ich noch nicht einmal zu den frauen, die vollmundig, vollbrüstig und vollüberzeugt verkünden, sie hätten ja seltsamerweise fast nur männliche bekanntschaften und freunde - was übrigens nichts anderes heisst als: frauen wittern in mir immer gleich konkurrenz und männer fressen gern aus meiner french-nailed hand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit frauen fällt´s mir eben einfach schwerer, was nur bedingt dadurch gebessert wird, dass es auch mit männern nicht einfacher ist. ich vermute, das mir mein extremes konkurrenz- und hackordnungsdenken auch hier im wege stehen - entspannte beziehungen sind bei mir immer von einem häufig recht zähen zeitabschnitt des genickbeissens geprägt. bedeutend schlimmer als sexuell motivierte rangordnungszwistigkeiten sind übrigens solche, in denen es um charme, intellekt, bildung oder anderes geht. wer innerhalb seiner sozialen beziehungen so archaisch und rudelorientiert wie ich denkt, akzeptiert solch fundamental unerklärliche dinge wie sexuelle anziehung oder die schreiend ungerechte verteilung als attraktiv eingestufter physischer merkmale meist stoisch und schnell, wohingegen um alles erworbene kompetitiv-verbissen gerangelt und gekämpft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich kann diese dinge unmöglich abstellen, auch wenn ich mitnichten stolz auf diese eigenschaft bin: gern akzeptiere ich in meinem umfeld eine frau, die auf beinahe unverschämte weise wie ein irischer wassergeist anmutet, wenn sie mit ebenso unverschämten manieren ausgestattet ist und gern mal nach dem toilettengang vergisst, die anämisch blassen hände zu waschen. schlimmer noch: ich kann dem wassergeist mein herz viel leichter bzw nur dann öffnen, wenn sich zur offensichtlichen optischen übervorteilung ein sozialer oder wesenhafter makel von der güte einer hasenscharte gesellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die einzige frau, die sich bis heute hartnäckig meinem taxieren entzieht und unguterweise auch die einzige frau ist, die meinen rudelplatz so schamlos wie unbekümmert besetzt, ist c.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c., die ich mir lange zeit erfolgreich als personifizierten uterus vorstellte, als das altrosafarbene cardigans tragende loch, aus dem unbefleckt irgendwann ein kind und eine familie rutschte. c., die frau, die in meiner vorstellung immer eine familienpackung klopapier mit dem blauen umweltengel unterm arm und heidi klum-birkenstockscheusslichkeiten am krampfbeaderten fuß trägt. c., deren olfaktorischer schatten das vorstadtparfum aus davidoff woman und gemüsebrühe ist. mit der zeit vermischten sich von genji an mich unbefangen verfütterte details und bösartige, nachts im bett zerwälzte gedanken zur trostlosen existenz einer gescheiterten tierärztin mit körbchen am semimodernen citybike. wie billig diese herzzerreissend offensichtlichen kleinen tröstversuche auch sein mögen: andere hab ich nunmal leider nicht. erwähnte ich das mit der menopause schon? wie wäre es mit der rückansicht, die niemanden mehr dazu bringt sie ficken zu wollen, sondern nur noch in einer pose beim jäten der kräuterschnecke besteht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich fühle mich manchmal wie ein heckenschütze, der an der grenze zu genjis puppenheim sitzt und auf die geweihte hirschkuh mit den kindchenschemagroßen knopfaugen anlegt.  wahr bleibt, dass c. und ich der nachtmahr der jeweils anderen sind. dass die einzige frau, die dazu führt dass ich mich für gewogen und zu leicht befunden fühle, mich sogar beim einkochen des grünkohls ausstechen könnte. man wird dieser angst, dieses gegenseitigen belauerns zweier skorpione in gleichsam angestaubten flaschen schneller müde, als man glauben mag. man errichtet auf dem fundament der unvereinbarkeit zweier leben eine beziehung, die so eng ist, als zeigten wir uns gegenseitig kichernd unsere cellulitis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie eng vertraute, deren beziehung über die bande einer dritten person gespielt wird, verschränkt sich etwas zwischen uns beiden, das nur dann entstehen kann, wenn ein gemeinsamer makel geteilt wird. in einem moment moniere ich mich im blasiertesten ton über die badfliesen, die c.s 80er-jahre-ich in der alten wohung aussuchte, um genji kurz drauf zu korrigieren, wenn er versehentlich das falsche parfum für sie erstehen will. das blumige von kenzo, nicht das sapphische von jil sander - beides in einem beiläufigen, pädagogisch nachsichtigen ton geäussert, in dem nichts vom überlegenen des jungseins mitschwingt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man kommt sich schrittweise näher in diesem teilen, ausleihen, ausbessern und zurückgeben des an einer gemeinsamen person festgemachten lebensmittelpunktes. sorgsam, wie ein von der besten freundin geborgtes kleid, hänge ich genji nach einem wochenende wieder auf den bügel.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-30T21:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3442767/">
    <title>Kanonisches</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3442767/</link>
    <description>großartig- endlich ein diskutabler vorschlag für einen &lt;a href=&quot;http://www.gamespy.com/articles/771/771860p1.html&quot;&gt;spielekanon&lt;/a&gt;, der sich selbstverständlich nicht mit dem meinigen deckt, was die angelegenheit um einiges interessanter und spannender und überhaupt erst zu einem kanon macht (erinnert sich noch jemand an den reich-ranicki-kanon, in dem allen ernstes &lt;a href=&quot;http://www.doderer-gesellschaft.org/&quot;&gt;heimito von doderers &lt;/a&gt;strudelhofstiege enthalten war?!? na eben.).  in diesem sinne: meine persönlichen lieblinge (ab platz vier ohne prioritäre ordnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.lionhead.com/bw/index.html&quot;&gt;1. black &amp; white&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(2001, lionhead studios, peter molyneux)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unabhängig davon, dass ich peter molyneux für einen ganz und gar großartigen herren halte, wird black and white dauerhaft ein kuscheliges plätzchen in meinem herzen haben. was hatte ich für eine freude, auf mein dorf einen kleinen steinhagel niedergehen zu lassen! meine freundliche kuhkreatur zu trainieren und an der leine an meinen leidgeplagten, schuftenden dorfbewohnern vorbei zu führen! meine untertanen ein kleines opfertänzchen vor den pforten meines tempels vollführen zu lassen und sie gnädig mit einer handvoll holz zu belohnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die startsequenz (sehr schön beschrieben u.a. von &lt;a href=&quot;http://klischka.de/joomla/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=137&amp;Itemid=88&quot;&gt;konrad lischka&lt;/a&gt;, dem guten) jagt mir immernoch glücksglucksende schauer ins stammhirn: mein vorgöttliches ich rast als sternschnuppe durch das all, während an einem fernen strand ein elternpaar tatenlos zusehen muss, wie der sproß der familie im meer von einer haiflosse umkreiselt wird. demütig werfen sie sich in den sand und flehen zu gott (zu mir!), ihr kind zu retten - eine hand materialisiert sich über dem todgeweihten kinde (meine göttliche hand!), hach: ein wunderbares spiel. hübsch auch der kleine dicke, panbehufte böse gott, der mir immer so delikate neue möglichkeiten des quälens einflüsterte! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großartig auch die steuerung (ich persönlich bin kein großer wii-freund und halte das gefuchtel für recht kasperig): man zauberte und beschwor mithilfe dramatischer gesten, die sich als flimmernder lichtkreis auf das spielgeschehen legten - fand ich hübsch. ausserdem hatte es so etwas mystisches, dem mauszeiger als verlängerter hand wieder etwas, nunja, händisches zu geben. black &amp; white 2 fand ich übrigens irgendwie doof...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.nintendo.com/screenshotgallery?gameid=m-Game-0000-1858&quot;&gt;&lt;br /&gt;
2. super mario bros 3&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1991, nintendo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach langem betteln und flehen bekam ich an einem jahreszahlenlosen weihnachten ein super nes nebst einem dicken, grauen speichermodul, das man mit einem satten klacken einstöpseln konnte und das die &quot;super mario all stars&quot; enthielt. super mario war großartig, schon der zweite teil, in dem man ranken hinaufkrabbeln konnte war ein meilenstein (horizontal und vertikal scrollen, das war damals noch was!) - das dritte spiel der reihe war jedoch mein absoluter liebling und ist dafür verantwortlich, dass ich jump´n run heute noch als mein liebstes spielgenre bezeichnen würde. der tauchanzug! der waschbäranzug! das liebliche klimpern, mit dem güldene münzen in meinen virtuellen geldsack rauschten! am ende jedes levels gab es eine kleine slotmachine, deren einzelne felder man durch schwungvolles anhüpfen von unten steuern konnte. das wüsten- und das wasserlevel (inklusive musik) sind heute noch fest in meinem cerebralen eiweiss gespeichert, ich wette, das ich in beiden levels noch heute im rekordtempo schildkröten, rotlippige fische und ägyptische wackeltierchen meucheln würde.  leider ging das super nes bei einem umzug verloren, was insbesondere meine mutter (mein vater übergab den controller nur ungern, deshalb stagnierte ihr trainingserfolg irgendwo im ersten level) bedauert dies noch heute. vermutlich schenke ich ihr zur goldenen hochzeit ein dann prohibitiv teures antiquarisches super nes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;www.mightandmagicworld.de/heroes3&quot;&gt;&lt;br /&gt;
3. heroes of might and magic 3: the restoration of erathia&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1999, new world computing/ubisoft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin ja eher keine wirklich schnelle clickerin. mit zwei händen steuern, zaubern, heilen, springen, perspektiven wechseln und chatten überfordert meine pfoten irgendwie. deshalb war homm aufgrund der art und weise zu kämpfen so eine feine sache: immer schön nacheinander konnte man mit genügend zeit eine kampftruppe auf den gegner hetzen. das war sehr gemütlich und das wüste clicken und chaotische hin-und herscheuchen der truppen, das mir insbesondere age of empires verleidete, entfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eingeführt wurde ich in homm von meinem damaligen freund, dem arsch. nach der trennung blieb das spiel bei mir und erfreute fortan meine damalige mitbewohnerin, die assel, und mich in den lernpausen bei der vorbereitung aufs vordiplom. nett war auch, dass man das spiel zu zweit an einem pc spielen, sich also nicht immer über den flur etwas zubrüllen musste, sondern dies in zimmerlautstärke erledigen konnte. homm war eher ein brettspiel, aber hübsch wars trotzdem, denn ich verbinde nur die angenehmsten erinnerungen an selige nachmittage und nächte, in denen eine schale biogummibärchen auf blauer ikeatischplatte lag und ich hufklappernd edelsteinvorkommen von monstern bereinigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rockstargames.com/manhunt/main.html&quot;&gt;4. manhunt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(2003, rockstar north)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jajaja. you gotta say yes to another excess. ja, das spiel ist pornographisch. und es geht einzig und allein um effektvolles, möglichst drastisch in szene gesetztes töten. ja, es geht um auflauern, anschleichen und maximal brutales zelebrieren des ermordens. der plot ist ziemlich eklig und wenn ich nicht erschrak, saß ich mit hand vorm kotzbereiten mund an der playstation. das spiel wurde zu recht indiziert und gehört weder in ein kinder- noch in sonst ein zimmer. beeindruckt hat es mich trotzdem und zwar wegen &quot;regisseur starkweather&quot;, der protagonist cash aus dem hintergrund instruiert. starkweather gibt den eigentlichen anstoß für das drehen der gewaltfilme und ist ab diesem zeitpunkt nur noch als stimme aus dem kopfhörer vernehmbar. dort flüstert, keucht, kommentiert und bejubelt er die taten des spielers entlang des parameters der tötungsbereitschaft. als metapher für eine stimme im kopf fand ich dieses szenario so abstoßend wie faszinierend und das aufhetzende, antreibende flüstern war immer am schlimmsten. der spielspaß (wenn man das so nennen möchte, meist war ich eher paralysiert) hielt sich wahrlich in grenzen, eine gewisse morbide anziehung und perverse faszination übte das ganze aber doch auf mich aus. wenn der kanon also auch nachhaltiges beeindrucken abbilden soll, gehört manhunt ganz klar mit rein. bizarrerweise raunt wikipedia, 2007 käme manhunt 2 u.a. für die plattform wii heraus - was man mit dem weissen steuerknüppelchen in manhunt alles tun kann, will ich mir gar nicht vorstellen....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blizzard.de/starcraft/&quot;&gt;starcraft&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1999, blizzard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
achja.... starcraft! mit schlibbergeräuschen aus ihrem brutpool kriechende zergs, blaue masse speiende photonenpumpen der protoss und atomsprengköpfe versteckende geister - ein durch und durch feines spielchen, das mich die ersten beiden semester hindurch begleitet hat. das dafür erforderliche netzwerkkabel wurde professionell von fenster zu fenster gelegt, die man dann zwar nicht mehr richtig schliessen konnte, aber das tat dem spielspaß keinen abbruch. hübsch waren sie, die kleinen kreiselnden drohnen beim erzabbau. aus dem bauch eines mutterschiffes schwirrte auf mausclick ein dutzend kleinenere kolibrischiffchen aus, bereit die feindliche siedlung des mitbewohners in schutt und asche zu legen oder nur die dringend benötigte letzte erzabbaustelle von feinden zu säubern. demütigende erfahrungen mit der spielimmanenten ki: die war irgendwie ein bisschen zu schlau für mich und nur auf niedrigstem niveua bezwingbar...achja, ich hätte auch noch diese erinnerung: das auge der zerg, das immer angezeigt wurde, wenn man in seiner basis etwas bastelte, wurde auf ekligste weise von physiologisch absolut nutzlosen blutigen bändern gehalten und sehr widerlich hin- und hergezerrt. bah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.myvideo.de/watch/996416&quot;&gt;monkey island 2: le chuck´s revenge&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1991, lucas arts)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freude auf dem weg zum abitur! stilles glück, gespielt auf dem väterlichen laptop. viel weiss ich gar nicht mehr davon, ausser das mich einige aufgaben wirklich zum wahnsinn getrieben haben. erstaunlich vivide sehe ich noch vor meinem geistigen auge, wie man eine voodoopuppe basteln musste: dafür besorge man sich eine kupfermünze und verberge sich wartend neben einem verrosteten colaautomaten. wenn le chuck erschien und notorisch ohne kleingeld am ausgabehebel ruckelte, liess man dezent ein münzchen über den boden rollen. nach diesem bückte sich le chuck täppisch - dann konnte man ein stückchen gepünktelten schlüpfers erhaschen. herrlich war das! hübsch auch der maskenball, zu dem eingeladen man kein kostüm hatte und folglich einen verleiher aufsuchte, der u.a. ein nettes elchkostümchen feilbot. oder der papgei, den man mit keksen anlockte. frag´mich nicht, neben wem ich in dieser zeit in biologie saß - aber wie man den hund im gefängnis dazu bringt, die schlüssel vom haken zu nehmen, weiss ich noch immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blizzard.de/diablo/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
diablo 1+2 (nebst der erweiterung lord of destruction)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(blizzard)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch so ein zuckerstück der kargen studentenzeit und noch so ein spiel,bei dem ich ständig erschrocken bin. bei solchen spielen wähle ich als feige sau ja immer die fernkämpfer, in diesem falle also die schurkenjägerin und später (weil ich den namen so nett fand) die assassin. die perspektive war eine gewöhnungsbedürftige, leicht angekippte mischung aus 2- und 3d und man lief durch sie mit leicht vornüber gekippten kopf, wie ein stier in der arena. man konnte kreisförmige zauber wirken, die hübsche brizzelgeräusche machten und als ich das erste mal ein mittelschweres monster, das the butcher hiess und mir gefühlte 10 kilometer schlachtmesserschwingend durch einen dungeon folgte, traf, zündete ich mir erstmal zitternd im nebenzimmer eine zigarette danach an. eine glorreiche stunde war die geburt des battle.net, wo mir bzw. meinem schutzlosen leichnam einmal ein diebischer magier (der sich sicher einen körper mit einem pickeligen, blässlichen, glückspullovertragenden wirtschaftsinformatikstudenten teilte) das gesamte equipment klaute. da habe ich fast ein wenig geheult....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ansonsten habe ich nur noch sehr dünne erinnerungen an gespieltes: ein spiel mit drei wikingern (einer von ihnen war aufgrund seiner blähungen, die äusserst klangvoll umgesetzt waren, befähigt in die luft aufsteigen - ein fehlgriff von blizzard), die man irgendwie heimbringen musste. sonic, an dem ich nur den kleinen fuchs, der sich zu einer kugel rollen konnte, mochte. einige schmachvolle niederlagen bei tekken. das erste lemmingspiel, bei dem courpus, haar und gewand der lemminge aus insgesamt maximal  6 pixeln bestanden (heute bastelt man sascha lobos in diesem stil). prince of persia, das spiel mit der nervtötendsten aller musikalischen untermalungen. bevor ich es vergesse: die unangenehmste spieleerfahrung aller zeiten war, als ich einmal nach mehreren stunden unreal tournament in mein auto stieg und bemerkte, dass mich jemand unhöflicherweise von hinten zugeparkt hatte. da flammte kurz in meinem hinterkopf das interface des spiels auf, ich sah für einen kurzen moment einen markierungsstreifen über dem türkisfarbenen corsa und war für einen moment kurz überzeugt, ich könnte das auto zur seite schieben. gruselig war das.</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-16T11:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3305961/">
    <title>Liebe Miss Früher...</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3305961/</link>
    <description>es schreibt dir dein sieben oder acht jahre, auf jeden fall aber viel älteres und also auch mit entsprechender weisheit ausgestattetes ich. denn es gibt wirklich ein paar fehler die du und damit wir nicht wirklich machen müssten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn du jetzt gerade 19 jahre alt bist: schmeiss den brief von der zvs direkt in den mülleimer und ärgere dich nicht darüber, dass unser vater ihn schon aufgemacht hat - der wird noch ganz andere sachen öffnen und sich ausserdem freuen, dass du dich in letzter sekunde doch gegen das unsagbare entschieden hast. bitte nimm´diesen umstand jetzt aber nicht zum anlass, noch einmal darüber nachzudenken, ob du nicht vielleicht doch mit germanistik gut beraten wärest - das schwatzhafte, strickpulloverige und thermoskannige des studiums wird dich nämlich in tiefste depression stürzen. studier´ etwas, dass dir vollkommen abwegig erscheint, etwas trockenes, formales und möglichst auswendiglernintensives. verabschiede dich bitte von dem gedanken, du wärest zum schöngeistigen berufen - lesen und durch museen scharwenzeln kannst du auch in deiner freizeit. ausserdem bist du eine auswendiglernerin, keine versteherin.  gib´ den gedanken an eine pulsierende, faszinierende und nimmermüde großstadt auf und such´ dir eine kuschelige stadt mit weniger als 600.000 einwohnern. solltest du diese wohlmeinenden ratschläge nicht befolgen: willkommen in der provinz kurz vor der französischen grenze, in der du dich überraschenderweise für ein halbes jahrzehnt sehr gut aufgehoben fühlst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt wirds praktisch. &lt;br /&gt;
nimm´ keineswegs den freundlicherweise geschenkten herd eines verwandten an - das ding wird in einer februarnacht im jahr 2001 eine recht unheilvolle rolle spielen, weil deine dumme mitbewohnerin (mit der du übrigens nicht zusammen ziehen solltest - die ratte wird sich irgendwann nach bonn absetzen und dich mit zwei kaninchen und einem keller voller haushaltsmüll zurück lassen) vergessen hat, die platte hinten rechts vor einem wochenendbesuch auszuschalten. streich´ dein zimmer keinesfalls in diesem mauve-ton, den du so schick findest, denn es wird stunden dauern, diese wand bei auszug wieder weiss zu streichen. berühr´ die romantischen, toskanischen fensterläden besser kein einziges mal, ich weiss nämlich nur noch dass, aber nicht mehr wann sich das scharnier löst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn du es schon nicht lassen kannst, diesen gewissen urlaub im sommer ´99 anzutreten: geh´ um himmelswillen vorher noch einmal zum zahnarzt. dieser dezente schmerz oben links wird dir sonst die schlimmsten zwei tage deines lebens und eine höchst unangenehme sitzung bei einem dorfzahnarzt bescheren. ich möchte trotzdem noch einmal betonen: der zahnarzt wird nicht das einzige highlight bleiben, deine begleitung ist nämlich eine ziemliche pfeife, auch wenn seine eltern dieses süße ferienhäuschen haben. achja: sie werden übrigens mal spontan vorbeischauen und noch spontaner eine woche bleiben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn es einmal nachts um zwei klingeln sollte und ein guter freund sich mit den worten: &quot;ich hab da was gefunden....&quot; in den flur schiebt: schmeiss´ ihn raus. was er da gefunden hat, willst du nicht. bitte gib´ das wissenschaftstheoriebuch, mit dem du fürs vordiplom lernst zurück. es muss ja nicht pünktlich sein. oder besser noch: leih´es dir gar nicht erst aus: die prüfung wird mit oder ohne buch ein harter schlag an den egobug und das erst nicht zurückgebrachte, später verlorene buch wird dir dreieinhalb jahre später besuch von einem freundlichen herrn, der zwar keine kuckucks klebt aber trotzdem recht bedrohlich wirkt, bescheren, der von dir eine summe, für die du das buch runde 5 mal hättest kaufen können, verlangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn man im altbau wohnt, muss es nun wirklich kein hochbett sein, weil sowas einfach immer scheisse aussieht und du dich auf das praktischerweise darunter platzierbare sofa genau einmal setzen wirst. ausserdem gibt es einen bitterbösen streit, wenn du mit unserem vater die hochbettbeine sägenderweise kürzen willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich weiss, dass wir zwei nicht die ordentlichsten sind (daran wird sich auch später nichts ändern, gib die hoffnung auf, dass mit zunehmender reife auch etwas struktur und ordnung in dein leben kommt). auf die folgenden dinge solltest du aber ein wenig besser achtgeben - am besten packst du sie jetzt sofort in eine metallkiste aus dem baumarkt und steckst diese in den kofferraum unseres geliebten autos (da dir in wenigen monaten der schlüssel am kofferraumschloß abbricht und du diesen fehler bis 2005 nicht beheben wirst, liegt die kiste da gut und sicher...): mein dunkelblaues babydoll von costume national, die unglaublich schöne schwarze handtasche vom flohmarkt in wiesbaden, die kleinen s-förmigen pseudoschraubenschlüssel für die bücherregale und ganz wichtig: den fahrzeugbrief, den wir drei jahre später dringendst bräuchten, weil du den schein verlieren wirst. die halsspange aus weissgold, die du anlässlich des abiturs geschenkt bekamst, liegt übrigens im kugelschreiberfach dieses gruseligen rucksacks, den wir knapp ein jahr lang für kurzurlaube benutzen und für die wir zum vordiplom die passende armspange bekommen und monatelang peinlichst schwindeln müssen, warum wir beides nie tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piercings sind nie schön. nirgendwo. (ausserdem heilen die narben nicht und müssen deswegen zu prohibitiven preisen gelasert werden. ich hab´s langsam satt, deine idiotischen spontangedanken monetär beheben zu müssen. siehe auch: von fremden in viel zu enge parkplätze gelotst werden - wenn du allein irgendwo nicht reinkommst dann such´dir einen anderen parkplatz oder beweg deinen arsch ausnahmsweise mal zu fuß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nina, sven und sascha sind taube nüsse - konzentrier dich lieber auf den süssen kern von kathrin, björn und anja. der junge herr mit dem feuerzeug in form eines türkisen damentorsos ist zu meiden -ebenso wie der kiffende surfer aus österreich und der unsägliche aus hannover. der lustige herr, der dir am ersten praktikumstag die hackordnung in der tiefgarage erklärt, wird übrigens zwei jahre später mein prinz genji, also hör´ bitte auf diese lächerlichen bunten shirts und haarreifen zu tragen. a propos bekleidung: drei viertel aller sachen, die du bis zum ende deines studiums kaufst, werde ich ein paar monate später wegwerfen und durch schlichte schwarze oberteile und knielange röcke ersetzen, weil wir keine postgraduierten einer clownschule sind, also reiss´dich bitte etwas zusammen, ja?</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-10T22:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3298552/">
    <title>Jahrestage</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3298552/</link>
    <description>weil ich die erinnerung nicht zerquatschen will, wird das hier ein ausnahmsweise extrem kurzer eintrag: wir feiern keine jahrestage, weil wir das synchron ziemlich blöde finden. und trotzdem begibt es sich  gar zufällig, dass wir uns seit nunmehr vier jahren trotzdem am jahrestag immer sehen. genji trägt dann ausnahmsweise keinen pullover, den ich nicht mag und knallt mir seine turnschuhe auch nicht ins wohnzimmer. ich für meinen teil bin zirpig-süß und koche irgendetwas mit viel tier und wenig allem anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
später lagen wir im bett, genji thronte auf meinem bauch und inhallierte nüsse mit schokolade drumherum, während ich mit verstellter stimme die schlimmsten interviews der ersten vanity fair-ausgabe las (habe trotzdem das 10er-abo bestellt)in verteilten rollen nachspielte. mit ausgestreckten armen, die zeitung überkopf haltend will ich gerade anheben, mich über die zicklein-mit-manta-bilder zu monieren, da murmelt es durch 150 gramm zuckernussmasse neben mir: &quot;vielleicht wird das ja was festes mit uns.....?&quot; (und das war schöner als ein gekreischter refrain der thermals, ein paar jenneo-heels oder thaischluppengeschmack auf der zunge.)</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-08T21:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://miumeu.twoday.net/stories/3250157/">
    <title>Kaninchenkritik</title>
    <link>http://miumeu.twoday.net/stories/3250157/</link>
    <description>ein letztes stühlerücken, ich ziehe meine knie so nah an die brust, als wöllte ich mit einem glitschigen geräusch zwillinge aus mir heraus pressen, jemand frottiert aufdringlich nahe an mir vorbei und fällt aufatmend auf einen der letzten freien plätze.  hinter den vorhängen zittert und zappelt es schülertheatrig, im scheinwerferlicht rieselt eine pudrige melange aus staub und maskerade, programmhefte werden zu flüstertüten gerollt, füsse kratzen lautlos über abgetretenen teppich und eine bösartig leise frauenstimme zischt etwas in ein unbekanntes ohr in reihe drei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin gekommen, um zuzuhören,  mich je nach art der vorstellung für ein paar oder auch viele minuten an den intellektuellen nabel eines anderen legen zu lassen, von einem fremden mutterkuchen zu naschen und mich ganz auf etwas anderes einzulassen.   vielleicht bin ich in dieser hinsicht ein bisschen passiv, aber ich bemühe mich, etwas mir dargebotenes mit maximaler aufmerksamkeit zu beschenken und im gegenzug halte ich die klappe und stelle keine blöden zwischenfragen. so funktioniert kultur nun einmal für mich: ich will nach dem kino nicht mit popcorngeschmack im mund eifrig schnatternd die besten momente des filmes zerquatschen. ich muss mich nach einer lesung nicht mit allen anderen am signiertisch drängen und dem autor eine schwärmerische kritik ins ohr drücken. ich geniesse gern stumm und für mich allein - sobald ich das gefühl habe, ich konsumierte etwas, um es danach zu bewerten, zu komentieren oder zu reflektieren, schiebt sich sofort ein störender filter vor den genuß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich lese gern blogs, weil sie mir das gefühl geben, nicht nur einer von vielen zuschauern, hörern oder lesern zu sein. dieses mehr-sein resultiert aber nicht aus dem umstand, dass jemand tür und tor für meine kritik öffnet, sei sie auch noch so blöd, sondern alles ist so geschrieben, als wär´s nur für mich gedacht und erzählt. die kleine bühne ist mit bedacht so gewählt, dass der vortragende in tiefes zuhörerschwarz schaut und sich niemand schämen muss, weil er nicht an den richtigen stellen lacht, frühzeitig den saal verlässt oder einnickt. zufriedenheit hinterlässt meist keine spuren und aus einem schönen erlebnis lernt man nichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich habe einmal ein seminar besucht, in dem ich stumm wie ein fisch meine gedanklichen kreise durchs glas gezogen und mich still und leise gefreut habe, wenn etwas besonders reizvolles aus der aufklappenden schatzkiste geblubbert kam. nie hätte ich mich gemeldet, mich in den diskurs der von ein, zwei personen bestritten wurde eingeklinkt. schlimmer noch: ich habe mich meist furchtbar geärgert, dass andere teilnehmer sich für keine, wirklich keine frage zu blöd waren. zu offensichtlich war das mitmachen, mitreden und dabeisein wollen - in diesen sitzungen habe ich alles gelernt, was man über das fremdschämen wissen muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich ärgere mich meist über kurze fünfwortkommentare. ein kurzes &quot;schön&quot;, &quot;sehe ich genauso&quot; oder &quot;sowas ist mir auch schonmal passiert...&quot; empfinde ich als unhöfliches duftmarkensetzen und aufdringliches aufzeigen. ich verfasse keine derartigen kommentare, denn ich möchte wennschon dann gern umfangreich und elaboriert auskunft über die mir per text eingegebenen stimmungen geben. nicht zu lang, sollte er sein, mein kommentar und trotzdem präzise genug um das wohlige seufzen wiederzugeben, mit dem sich die lesende welpenseele rückwärts in ihr körbchen fallen lässt. achja: allzu anbiedernd sollte die freude über einen text dann auch nicht werden. niemand will eine pinscherseele in seinen kommentarsträngen, die sich sofort schutzlos auf den bauch wirft. dann schon lieber eine stolze pechschwarze dogge, deren herz man erst erobern muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wenn ich jetzt &lt;a href=&quot;http://www.blogbar.de/archiv/2007/01/29/der-mythos-der-userzahlen/&quot;&gt;einen text wie diesen&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;http://www.rebellmarkt.blogger.de/&quot;&gt;autoren wie jenem&lt;/a&gt; lese, dann fühle ich mich unangenehm ertappt. dann ist es, als donnere plötzliche die zeus´sche stimme meines damaligen profs durch den raum: fräulein manierlich, sie sind hier nicht im kino oder theater, wo einer für unterhaltung und die anderen für gutes publikum sorgen. bringen sie doch bitte auch einmal etwas konstruktives ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vermutlich wäre ich zunächst erst einmal knallrot geworden, wäre unangenehm nervös auf dem stuhl herum gerutscht und hätte dann etwas davon gemurmelt, dass zuhören doch viel schöner ist. dass ich nicht daran glaube, dass jeder kommentar schon aufgrund seines rückmeldenden charakters geäussert und gehört werden sollte. dass ich mich in meinem schweigen gern auf den feinen unterschied zwischen dem schweigen einer gelangweilten gruppe hauptschüler im heimatmuseum und dem hingerissenen schweigen berufe. und ich kenne und praktiziere (zumindest dort, wo es die höflichkeit gebietet) fast ausschliesslich das hingerissene, glücksglucksende schweigen. ich halte selbiges für eine hohe form der bewunderung und der achtung - auch wenn dies für den sprechenden nur schwer auseinander zu halten sein mag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schweigen heisst in diesem falle, dass einer sache nichts mehr hinzuzufügen ist. ich zucke innerlich zusammen, wenn ein konzert durch das lästige geräusch aneinanderklappender, schwitziger handflächen beendet und damit in seiner vollkommenheit gestört wird - warum blasen die klatscher nicht gleich in blechhörner, die auch bei einem fussballländerspiel zu hören sein könnten? man betritt sofort verschlammtes terrain aber: gäbe es eine stille, dezente form der bekundung von ergriffenheit oder freude, ich würde sie sofort und exzessiv nutzen. sagen wir, demnächst würden an opernhauskassen riesige weisse papier-kaninchen auf fahnenstangen ausgegeben. ist eine vorstellung zuende und man selbst begeistert, hebt man einfach sein weisses kaninchen und fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfacher wäre das alles, wenn der schreibende sagen wir mal: an der supermarktkasse sitzen, meine waren übers band ziehen und dabei leise seine texte lesen würde. dann könnte ich eine handvoll schalotten in meine handtasche stopfe, mich kurz über den scanner beugen und leise etwas kleines, unbedeutendes vom wesen eines ersten krokus sagen. ich könnte freundlich lächeln und müsste nicht direkt das große, laute barocke blumen- und früchtegesteck zwischen uns knallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das problem ist doch, dass ich nach lektüre eines blogs nur eine äusserst rumorige, vergleichsweise lautstarke art der freudenbekundung habe. alles was nicht mit der fanfare getrötet und hinter einem zuckenden cursor in ein kommentarfeld gegossen wird, ist nicht vorhanden und wird zwangsweise als stille, passivität und vorbeischlendern gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am ende der vorstellung klatscht vielleicht niemand. vielleicht geht einfach und erbarmungslos das licht im saal an und derjenigende, der sich viele anstrengende minuten auf der bühne abkämpfte, blickt nicht in strahlende gesichter, sondern einen leeren raum, der lediglich blass nach zuhörern riecht, in der letzten sitzreihe basteln sieben weisse kaninchen aus achtlos entsorgten eintrittskarten ein riesiges nest und alles, was der vortragende gern hören möchte, verrauscht im vorraum des foyers. darf ich bitte trotzdem auch zukünftig im zuschauerraum auf den ganz billigen plätzen stehen und mich freuen?</description>
    <dc:creator>Miss Manierlich</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Miss Manierlich</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-29T10:25:00Z</dc:date>
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