28
Aug
2012

Ein Mann für gewisse Schwestern

Gestern abend am Telefon mit der Lieblingsschwestser hat es mich wieder förmlich zerrissen vor Kummer: Das Wunderwesen am anderen Ende der Leitung findet keinen Mann. Und sucht eigentlich auch keinen - würde ihn aber gern finden. Eklig finden wir es aber beide schon ein bisschen: Das gezielte Unternehmen, jemanden zu finden. Und sich zu diesem Zweck auf demütige Veranstaltungen zu begeben, sich in Singlebörsen anzumelden, blöden Vereinen beizutreten oder sonst irgendetwas zu machen, was potenzielle Gesellschaft von Männern verspricht. Ich fasse zusammen: Der Mann für meine Schwester sollte irgendwie getroffen und kennengelernt werden.

Nun weist meine Schwester leider eine Reihe von Eigenschaften auf, die sie keinesfalls zu einem leicht vermittelbaren Exemplar machen. So fehlt ihr beispielsweise alles, was sie selbst kätzchen- oder weibchenhaft nennen würde. Also primär die Fähigkeit, Frauchen zu sein, wie es sich (zumindest ergibt das eine kleine Inspektion und kritische Betrachtung vo Paaren im Freundeskreis) ein gewisser Teil von Männern immernoch zu wünschen scheint. So scheiterten schon erste zarte Bande an einer Begleitung, die die im Restaurant vom Kellner wie selbstverständlich gereichte Weinkarte großmännisch öffnete, sich darin vertiefte - und zielsicher einen Wein bestellte, der laut meiner Schwester und (zumindest mimisch) dem Kellner eine unpassende, billige Plörre war. Problem hierbei war nicht die Wahl eines schlechten Weines sondern die Selbstverständlich des männlichen Begleiters den Wein auszusuchen - auch wenn man offenkundig keine Ahnung davon hat und zu geizig ist, überhaupt Wein zu trinken. Meine Schwester bestellte natürlich sofort für sich selbst einen anderen Wein. Weniger um den Begleiter zu kränken, als vielmehr weil sie es nicht einsah aus Höflichkeit gegenüber einem Getränkemacho schlechten Wein zu trinken. Das wiederum fand der Begleiter wohl so grob unhöflich und eine so grobe Beleidigung seiner Männlichkeit, dass der Abend eher schlecht lief.

Gleiches Verhalten, bzw. die absolute Unmöglichkeit meiner Schwester, vermeintliche Männerdomänen des Wissens als gegeben zu akzeptieren, durfte ich selbst bereits mehrfach beobachten - inklusive der irritierten und geschockten Reaktionen der Männer. Neben schlechtem Wein (Penny hat da grade einen fantastischen halbtrockenen Rotwein im Angebot) sind hier Autos (Opel baut ja echt gute Kombis), Reiseziele (Dominikanische Republik - schöner geht Strandurlaub nicht), Luxusgüter (Boss macht einfach die besten Anzüge, Christ hat wirklich tollen Schmuck) zu nennen. Gesucht wird also ein Mann, der entsprechend locker mit so etwas umgeht - und sich vielleicht einfach freut eine Freundin zu haben, die weiss wie guter Wein, guter Urlaub und stilvolles Kleiden und Beschenken geht. (Und die leider nicht davor zurückschreckt, z.B. ein Geschenk höflich aber bestimmt zurück zu geben. Siehe auch: Der heiss geliebte Armreif, der nach einem halben Jahr als aus dem Hause Jette Joop entstammend entlarvt wurde. Wurde nie wieder getragen - egal wie beleidigt meine Eltern waren.)

Der nächste Punkt ist schon etwas schwieriger: Neben prallhodigen Machos (mit Opel und Boss-Anzug, Christ-Schmuck schenkend) scheidet nämlich auch das Äquivalent von der anderen Seite der Skala aus - das sogenannte Meisen-Männchen. Der rührige, über-liebevolle, Füße massierende, an Muttis Geburtstag denkende Fürsorger und Nestbauer. Dooferweise sind genau das die Männer, die meine Schwester am attraktivsten finden. Gesucht wird immernoch ein Mann.

Ebenfalls (man glaubt nicht, wie wenig selbstverständlich das ist!) ein Ausschlusskriterium ist Geiz oder ein irritierender Mangel an Freude am Genuss. Meine Schwester ist der großzügigste Mensch den ich kenne - sich selbst und anderen gegenüber. Als wir vor einigen Jahren in Venedig waren (und mein Vater uns eindringlich vor den prohibitiven Preisen auf dem Markusplatz warnte, ja flehte, diese Preishölle zu meiden), schien nach fünf Tagen Regens eines Nachmittags spontan die Sonne. Es war Februar, kurz vor Karneval, wir hatten tagelang gefroren und uns feucht durch die Straßen geschoben - wir wollten einfach nur nett draußen sitzen, Kaffee trinken, ein Rettchen genießen und Menschen gucken. Am Markusplatz lockten die Tische ebenso wie in den düsteren Seitengassen, Kaffeetrinken und Rauchen hätten wir überall können - aber wir schmissen uns feudal in front row- Korbsessel, bestellten Getränke und strahlten uns über 15-Euro-Kaffee an. Einfach weil es sonnig und trubelig und schön war und der drei-, vier-, fünffache Kaffeepreis die Sache echt wert war. Weil die Suche nach einer preiswerten Alternative den Moment weniger unbeschwert und nett gemacht hätte. Weil das Flug-Upgrade, die Hotelzimmer-Nüsschen, die spontane Reise, die Ledersitze, die gebundene Luxus-Ausgabe manchmal einfach sein müssen. Weil es eben nicht das gleiche ist. Mit niemandem kann man toller etwas genießen, blinzelnd einen Moment an sich vorbeiziehen lassen, sich etwas Außergewöhnliches und Nettes gönnen - und kurze Zeit später an einem schmuddeligen Imbiss essen, Sammeltaxi fahren oder sich über ein Schuh-Schnäppchen freuen.

Meine Schwester ist Chirurgin. Also ein Arbeitstier, eine ziemlich Schlaue und gleichzeitig auch kulturell interessiert. Ich war in den letzten 5 Jahren nicht so oft im Theater oder auf Konzerten wie sie im letzten Monat. Deutlich sollte auch gesagt werden: Sie will Kinder. Unbedingt. Und sie ist 36 Jahre alt - also eher kein Alter, in dem man erstmal ein paar Jährchen wartet und guckt und auslotet. Tendenziell ist sie aber sowieso keine Warterin und Ausguckerin und Ausloterin, sondern jemand der sehr schnell und sehr präzise entscheidet. Und das nicht immer sehr feinfühlig und rücksichtsvoll. Und sie kann wirklich unglaublich nette Sachen für Menschen die sie mag tun. 45 Minuten bettelnd und blinzelnd und flehend vor dem einzigen (seit 5 Minuten geschlossenen) Kiosk im Umkreis von 20 km stehen und um eine Schachtel Zigaretten für mich ringen. Sie macht tolle (weil von Herzen kommende, wohlüberlegte und großzügige) Geschenke. Sie guckt sich unerschrocken Wehwehchen an - auch die vereiterten Zehennägel ihre Busnachbarn in Nepal.

Was ansonsten gut geht: Möglichst Exotische Reiseziele und Unternehmungen, Camping und temporär hygienisch defizitäre Zustände (keine chinesische Toilette und kein indisches Hostel sind gruselig genug), Mittagsschläfchen, begrenzte sportliche Aktivitäten (bitte keinen irren Hobby-Marathon-Freak mit Eiweiss-Shakes und spacigem Helm), zeitlich-begrenzte Fernbeziehung. Ausserdem biete ich hier Kontakt zu einer warmherzigen, extrem humorvollen (und ich spreche hier von wirklich edler Wortwitzigkeit), autarken, begeisterungsfähigen und sehr, sehr liebevollen Schwester. Die im letzten Herbst mit mir eine halbe Stunde lang versucht hat, diesen einen tollen Ast mit den drei perfekt gefärbten Kastanien von einem Baum zu schießen. Wir haben Stöcke geworfen, versucht den Baum zu erklimmen (Resultat: zwei zerrrissene 40-Euro-Strumpfhosen) und am Ende mit einem perfekten Riesenast Erfolg gehabt.


Schrullen und Schrüllchen:

1. Meine Schwester kann sehr, sehr unangenehm werden, wenn man ihren Schlaf stört, sie zu früh weckt, ihren Mittagsschlaf unterbricht oder abends im Hotelzimmer noch fernsehen möchte, während sie schon auf schlafen gepolt ist. Ich schiebe das auf Nachtschichten, 8-stündige Operationen zwischen 22:00 und 6:00 und allgemein ein berufliches Unterordnen des privaten Schlafbedürfnisses. Unangenehm heisst: Als stochere man im Bau einer Moräne.

2. Der innere Ziegenbock. Meine Schwester diätet z.B. in Richtung Kohlehydrate. Wenn ich den ganzen Tag noch nichts gegessen und folglich große Lust auf Nudeln beim Lieblingsitaliener habe geht sie natürlich mit - und trinkt dann den ganzen Abend nur Wasser. Ich hasse, hasse, hasse das und bin der Meinung, sie dürfte ihre Diätregel ruhig mal brechen wenn ich es unangenehm finde, als einzige zu essen. Kommt aber nicht in die Tüte. Ebenso würde sie niemals zu Starbucks (und nahezu allen Ketten und franchisigen Systemgastronomien) gehen - weil: Hass. Sie kann mit einer unglaublichen Penetranz auf Dingen beharren, die man in einem unachtsamen Moment versprochen hat - mit der gleichen Penetranz wird Dingen nachgegangen, die ihr gerade nicht einfallen (Wie hiess noch gleich dieser Schauspieler, dieses Buch, dieser griechische Gott...?). Was mir schonmal heftige Internetgebühren in Odessa beschert hat. Sie wird dann laut, knallt mit den Türen, vertieft sich ostentativ in ein Druckprodukt - um nach 30 Minuten sehr reizend um gute Stimmung zu werben. Streit geht zuverlässig von ihr aus - Versöhnung aber auch. Niemals würde sie zicken oder erwarten, dass der Mann das Weibchen umgarnt und für gute Stimmung sorgt. Schmollen und Nachtragen findet sie lächerlich - klärende Affektgewitter einträglich für die psychische Gesundheit.

3. Meine Schwester ist sehr direkt.


Ehrlich - es muss jetzt wirklich endlich mal wieder ein Mann für sie her. Dringend. Ernstgemeinte Zuschriften an untenstehende Mailadresse, Chiffre: Schwester Manierlich.
(Ja, das meine ich ernst. Ich würde mir ein Bein abhacken, damit sie so glücklich wird wie sie es verdient.)
kid37 - 28. Aug, 11:31

Danke für "Getränkemacho" und "Meisen-Männchen". Gleich mal ins Wörterbuch übernehmen. Und der Schwester viel Glück natürlich.

Miss Manierlich - 30. Aug, 17:36

Danke- hier ist jedes Schippchen Glück (auch von fern gewünschtes) hochwillkommen!
nachtschwester (Gast) - 31. Aug, 15:23

Große Sympathie für diesen Post und Ihre Schwester, leider kann ich als heterosexuelle Frau nicht direkt dienen.
Wenn sie aber ist, wie Sie sie beschreiben, wieso hängt sie der romantischen Illusion an, das Leben sei nur vollkommen, wenn der biologische Kindsvater auch gleichzeitig der perfekte Partner für die Mutter ist?
Wenn sie ein Kind will, soll sie eins kriegen. Dazu braucht es keinen Weinkenner. Sich verlieben, wenn sie einem Mann begegnet, der sie vom Hocker haut. Und nicht beides in einen Topf werfen. Den Traummann kann sie schließlich auch als Mutter noch finden.

Miss Manierlich - 12. Sep, 23:05

Weil alles andere nur rohes "sich ein Kind machen lassen ist" - mit Betonung auf machen. Und weil es eben eine sehr hartnäckige Illusion ist, was sicher an der Romantik liegt. Toll genug um sich mit 45 noch einmal Hals über Kopf zu verlieben, nachdem sie ein Kind allein durchs Gröbste gebracht hat ist sie sicher - ich wünsch ihr trotzdem immernoch ein Kind das einfach so aus Liebe passiert.
HMHB (Gast) - 11. Sep, 11:29

Boss baut wirklich sehr schicke Kombis.

Miss Manierlich - 12. Sep, 09:06

Mist - und ich dachte noch, die Passage wäre nicht so missverständlich wie sie es offenkundig doch war. Zur Ehrrettung meiner Schwester: Opel,Pennywein und DomRep finden wir eher blöde - eigentlich wollte ich mitteilen, dass meine Schwester nicht die Klappe halten kann, wenn jemand mit dem Brustton der Überzeugung solchen pseudo-distinguierten Mist erzählt. Was Boss angeht: Niemand bestreitet, dass man die Anzüge tragen kann - ich finde Boss trotzdem meist ziemlich langweilig. Es ist so absolut uninspiriert und vorhersehbar, quasi der logische nächste Schritt nachdem man gut genug verdient, um nicht mehr zu Zara gehen zu müssen. Boss kann man tragen, aber ein Statement für Stil und guten Geschmack ist es eben nicht. Wird nur leider immer so vorgetragen...
HMHB (Gast) - 12. Sep, 18:56

Ich glaube das Problem beginnt, wenn man beim Kennenlernen über Etiketten von Anzügen, Autos oder Weinen diskutiert.
*
Leider haben in Deutschland die meisten Männer überhaupt keinen eigenen Geschmack und müssen sich daher mit für stilsicher gehaltenen Marken schmücken. Sie pflastern ihr Äußeres mit Etiketten von der (Sonnen-)Brille bis zum Schuhwerk. Beim Auto ist es genauso. Geschmacksschwache Menschen brauchen starke Marken. Ich habe mal 2 Stunden in einem Gravis-Geschäft verbracht. Dort beobachtet man sie: eitel, verklemmt bis ängstlich, stilbedacht aber ohne Geschmack. Audi A3 ist schön, Fiat Bravo hässlich. Das Logo gibt die Ästhetik vor. Beweisen Produkt-Kliniken immer wieder.
*
Eigentlich geht es ja um die Schwester. Meine Empfehlung: Parship.
Miss Manierlich - 12. Sep, 23:14

Ich glaube das Problem beginnt, wenn die Diskussion über Etiketten das Kennenlernen ist. Und es wäre schlimm gelogen würde ich behaupten, ich könnte über so etwas hinwegsehen. Ich glaube, Sicherheit ist ein wichtigeres Kriterium als Stilsicherheit: Das wirkt oft eher wie ein Verstecken in der Marke - und eben kein Demonstrieren von Irgendetwas über den Umweg der Marke. Stark ist ein Label für mich dann, wenn der Träger maximal hinter dem Logo zurücktritt. Ich behaupte: der Effekt ist gewollt.

b2t:
Parship? Ehrlich? Als Überbegriff für Institutionen, in denen sich Singles gegenseitig auktionieren oder wirklich speziell Parship?
HMHB (Gast) - 13. Sep, 09:39

Ich habe vor 8 Jahren über Parship meine Frau kennengelernt. War 3 Monate Mitglied und habe 7 Frauen getroffen. Große Sympathie war bei allen vorhanden. Gegenseitige sexuelle Anziehung kann der Computer noch nicht vorhersehen. Bei den ersten sechs habe ich daher nach 1-2 Stunden immer gesagt, "Mensch, total nett Dich kennenzulernen, aber leider ist jetzt kein Funke übergesprungen, merkst Du ja auch". Freundlicherweise haben sie verbal zugestimmt und der Kontakt ist abgerissen.
Der Persönlichkeitstest und das Matching ist m. E. kein Humbug. Das Faszinierende war einen Menschen kennenzulernen, den ich auf einer Party aus "Typgründen" nie angesprochen hätte.

Über andere Börsen kann nichts sagen.
Miss Manierlich - 13. Sep, 16:19

Ob der Persönlichkeitstest und das Matching Humbug sind? Als Pschologin (und ohne dieses spezielle, aber dafür eine Reihe ähnlicher Instrumente zu kennen) würde ich sagen: Humbug nein. Wirklich testend und passgenau zusammenführend - eher jein.

Ich gehe davon aus, dass dort wie überall die Items gewichtet werden und beispielsweise ein "Ja" beim Kinderwunsch anders zählt, als ein "Ich mag Spaziergänge am Strand". Bei Items wie Kinderwunsch, Treue, Umzugswille, Problemen mit besserverdienendem Partner, sozialen Kapitalunterschieden, Altersunterschied etc. bin ich mir sicher, dass das Matching funktioniert, ja funktionieren muss. Weil alles andere doof und unprofessionell wäre.

Bei den weicheren Fragen bin ich mir unsicher, inwieweit man das überhaupt matchen kann - weil ich bezweifele, dass man die individuelle Bereitschaft oder gar den individuellen Wunsch nach gewisser Kontrastierung des Partners sinnvoll abfragen kann. (Gesetzt wir einigen uns darauf, dass man keinen andersgeschlechtigen Klon sucht, also nicht nur einen zweiten, sondern auch einen anderen Mensch). Ein bisschen wie Uses-and-Gratifications: Wir wissen ja manchmal selbst nicht was wir wollen, bis es passiert/vor uns steht/ uns im Supermarkt anlacht.

Ebenfalls kritisch wirds wie immer bei allen Fragen, bei denen man sich selbst einschätzen muss. Person A sucht zwingend einen humorvollen Partner, Person B hält sich für einen solchen. Person A findet Person B aber leider nicht humorvoll - obwohl das theoretische Matching funktioniert hat, matcht praktisch rein gar nix ;-)

Umgekehrt denkt man vielleicht, diese oder jene Sache wäre einem total wichtig und bemerkt dann ihr Fehlen nicht einmal. Mein Freund (10 Jahre mittlerweile) liest keine Belletristik, lacht allen Ernstes über Two and a half Men und besitzt keinen einzigen Anzug - dafür aber einen Zuhälterporsche. Hätte ich das so irgendwo in einem Profil gelesen, hätte ich eine etwaige Kontaktanfrage sofort gelöscht. Realiter war ich direkt schlimm verliebt, weil mir andere Sachen eben eher ins Auge gefallen sind und ich das mit der Belletristik erst erfahren habe, als ich ihn schon als schlauesten Mensch der Welt abgelegt hatte.

Aber das passt ja wiederum ganz gut zu Deiner Parship-Erfahrung. Und natürlich: Freut mich, dass dort wirklich jemand den einen Menschen für sich findet!
HMHB (Gast) - 13. Sep, 17:04

Ich kann mich kaum noch an die Fragen erinnern. Sie waren aber so, dass man kaum einen Zusammenhang mit der Partnersuche und selten mit der eigenen Persönlichkeit erkennen konnte. Es kam mir damals vollkommen obskur und leicht verarschend vor. Ich glaube mich an so Sachen wie, ob man lieber die eckige Krickelakrack- oder die runde Krickelakrack-Zeichnung mag, zu erinnern. Letztlich gab es sogar ein teilweises Matching in Aspekten, die auf keinen Fall abgefragt werden konnten/durften (Nationalität der Eltern). Das war sicher Zufall.
*
"Suhälter käuft nur Otomatik" haben mir damals vor 15 Jahren die türkischen Händler auf der Beusselstr. immer gesagt, als ich denen meinen 928 mit Schaltgetriebe verkaufen wollte.
*
Übrigens ist der vorliegende der absolut einzige Blog, den ich lese.
Miss Manierlich - 14. Sep, 10:37

Langsam sollte ich einen neuen Post schreiben - die Kommentarstruktur hier ist ein bisschen wirr.

Dass ich mich nochmal mit Matching von online-Datereien befassen würde, hätte ich irgendwie auch nicht gedacht, aber: Da gibts ja tatsächlich Forschung zu! Und viele spaßige Selbstauskünfte der Agenturen (auch zu den von Dir erinnerten Krakeleien):

(aus dem Deutschlandfunk, http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/955444/):


"Wenn es um die theoretische Basis geht, unseres Modells, sag ich immer, dass wir ein eklektisches Modell haben, das heißt, es gibt nicht die große Partner-Theorie, die dahinter steht, sondern es gibt sehr viele verschiedene Einzelmodelle, Einzeltheorien und auch empirische Arbeiten, die da einfließen. Grob gesagt, haben wir verhaltenstheoretisch orientierte Ansätze mit drin, wir haben gestalttheoretisch orientierte Ansätze drin, und aber auch psychoanalytisch orientierte Ansätze verschiedener Couleur; und haben daraus Skalen entwickelt, und das ist ganz wichtig, die wirklich explizit für das Thema Partnersuche und Partnerschaft relevant sind. Das heißt, es sind nicht mal irgendwelche Persönlichkeitsmerkmale, sondern diese Skalen sind so konstruiert und entwickelt, dass sie sich speziell auf den Rahmen der Singles und die Situation der Singles beziehen."

Dieser Bezug erschließt sich nicht unbedingt bei jeder Einzeletappe, bei jedem der sogenannten "Items" des Parship-Tests: Da gilt es zum Beispiel in der Sektion "Bilderpaare" zu entscheiden, ob einem horizontale oder vertikale Schlangenlinien besser gefallen, ob man einen geschwungenen Pfeil lieber nach links unten oder nach recht oben nachfühlen möchte. Auch die Wahl eines Titels für vier als Traumszenen bezeichnete Bilder gehört zu altbekannten psychologischen Konzepten, die Parship bei der Erläuterung der ermittelten Persönlichkeitsmerkmale denn auch explizit benennt: Pate stehen hier Siegmund Freud und Carl Gustav Jung, mit Gegensatzpaaren wie "Libido und Überich" oder "Anima und Animus".



soso...eklektisch also.

ebenfalls sehr nett zum thema:
"online dating: a critical analysis from the perspective of psychological science" (finkel,eastwick et al. 2012, http://www.mymitra.com/blog/research-paper-online-dating-eli-finkel-paul-eastwick-et-al) - nach ein bisschen scrollen kommt man ab seite 18 direkt zum bereich compatibiliy matching .

so einen schlimmen (sorry) 928 nannte genji auch mal sein eigen und schwärmt heute noch davon, wie schön das auto war. auf fotos habe ich einen plüschigen lenkradüberzug gesehen - mehr musste ich nicht wissen.

und natürlich: so schmeichelhaft es ist, die einzige zu sein - dir entgeht eine menge.
Miss Myou (Gast) - 17. Jan, 14:41

payday moans

mein bekapuztes süßes nachtelfchen mein
boris ich hab gegessen mit vain
ihuliahuli' ich 'gessen auch
hast etwas neues
für meinen bauch
...?

Miss Manierlich - 12. Feb, 20:13

Mist, ich springe wirklich immer wieder auf diese Art von Kommentar an - das klingt zu verdammt nach M. oder F. oder einem der P´s. Oder halt nur einer anderen Person, von der ich früher dringend wollte, dass sie sich in mich verliebt. Damit ich das Ganze schnell beenden kann, bevor der andere merkt, dass mein Bekapuztsein eben nur ein schäbiger Anorak ist.
Raphael (Gast) - 1. Feb, 09:47

hahaha... war'n langer Text, jetzt wurde er vom Captcha gefressen. Nuja... is auch Lunte, was ich so gedacht hab. Wünsch deiner Schwester viel Glück bei der Suche.

NullOuvert (Gast) - 9. Apr, 21:24

Nachgefragt

Nachdem der Text ja nun schon älter ist, hätte mich mal interessiert, ob die Nicht-Suche denn mittlerweile ein gutes Ende nahm? :-)

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Nachdem der Text ja nun schon älter ist, hätte...
NullOuvert (Gast) - 9. Apr, 21:24
payday loans
aabpvylj http://paydayloansaustrali afsc.com/ payday...
payday loans (Gast) - 8. Mrz, 00:02
Ein Jahr in der Niemandsbucht
Es gibt in "Amanda Herzlos" eine Stelle, die so geht:...
Miss Manierlich - 4. Mrz, 21:31
Sie
sollten hier wirklich mehr schreiben.
kuhlila (Gast) - 4. Mrz, 00:43
Mist, ich springe wirklich...
Mist, ich springe wirklich immer wieder auf diese Art...
Miss Manierlich - 12. Feb, 20:13

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