Different Sex and Different City
von den legenden, die einem gewissen seriellen four-letter-word entstammen, sollen ja angeblich immernoch einige kursieren. beispielsweise, dass frauen untereinander total offen und ungeniert über ihr sexleben sprechen. ob der umstand, dass ich dieses gerücht rundweg verneinen muss, darin begründet liegt, dass in meinem gesamten engeren freundinnenkreis nur eine einzige frau dem infantilen treiben am bildschirm folgt (und - nemesis kam und sparte nicht mit härte - folgerichtig anstelle eines kindes nur eine schielende katze hat), ist wohlfeile spekulation.
fest steht: ich kann nur grob erahnen, was um mich herum so sexuell passiert. beispielsweise, wie oft meine beiden besten freundinnen eigentlich so ungefähr geschlechtlichen vollzug haben. i. beispielsweise spricht recht zwar recht offen (gern auch auf grösseren beisammensitzungen und in anwesenheit ihres bemitleidenswerten freundes) darüber, dass seit beinahe 3 jahren rein gar nichts mehr passiert - die spannenden anschlussthemen werden aber dezent unter den tisch geschoben. hätte mich ja aber trotzdem mal interessiert, ob ihr freund abends im bett onaniert, wartet bis sie duschen geht oder im laufe der zeit jegliche sexualfunktion eingestellt hat.
freundin j. berichtet stets nur lakonisch, ihr partnerschaftlich verbundener mitbewohner wolle halt öfter als sie. mehr erfährt man auch dort nicht. betty boo erzählt zwar freizügig von ihren fremdgehereien, aber auch dort keine einzelheiten. ich fasse also noch einmal zusammen: ausser formalien bleiben mir fremde schlafzimmer verschlossen.
was war das leben doch früher einfach: alle fragen, die eventuell auftauchen konnten, klärten zuverlässige ratgeber in print und netz verlässlich-prompt und schon konnte der spaß losgehen. heute, nach mehreren jahren geschlechtlicher aktivität, ist irgendwie niemand mehr da, der drängende fragen diskret und zuverlässig klären könnte. in der sozialpsychologie spricht man von sozialer vergleichstheorie und meint damit: eine 3 in der sportprüfung ist eine feine sache, wenn alle anderen eine 5 und große scheisse, wenn sie eine 1 haben.
ich mags ja gar nicht sonderlich detailliert wissen - die groben linien würden mir ja reichen. blöderweise kann ich nur auf meine eigene, kleine stichprobe zurück greifen und erbärmliche längsschnitt-ergebnisse zerdeuteln. eher hinderlich, wenn die bisher längste liebevolle verbindung ein dreivierteljahr anhielt und man sich in der aktuellen liason gerade schwungvoll dem vierten jahr nähert. sind dann gewisse ausreisserwerte nicht eigentlich schon wieder ok...?
ich fordere ein doktor spätsommer-team für mich und alle gleichgesinnten. ich würde gern irgendwo nachfragen, ob ich nach dreieinhalb jahren endlich aufhören darf, die tampons im bad zu verstecken. ob man beim pinkeln die tür angelehnt lassen darf, um sich weiter zu unterhalten.ob man nach so langer zeit endlich mal im eng geschnürten korsett ins bett hüpfen darf, weil das lästige baucheinziehen dann praktischerweise entfällt? sieht der dildo, den man in der nachttischschublade hat, jetzt irgendwie nach sexueller reanimation aus, oder braucht sowas nicht ein gewisses vertrauen? ach, die ganze experimente: hätte man die nicht schon früher verastalten sollen, damit sie jetzt nicht wie aufgelesenes mehr-spass-im-bett-brigitte-wissen aussehen? wie oft sollte man minimum noch miteinander schlafen, damit koitusfreie tage nicht nach abfallender gesamtlust, sondern lediglich nach temporären phänomenen wie müdigkeit oder faulheit schmecken? nach wie vielen jahren verfällt (moralisch gesehen) ein kleiner fremdgeh-ausrutscher?
fest steht: ich kann nur grob erahnen, was um mich herum so sexuell passiert. beispielsweise, wie oft meine beiden besten freundinnen eigentlich so ungefähr geschlechtlichen vollzug haben. i. beispielsweise spricht recht zwar recht offen (gern auch auf grösseren beisammensitzungen und in anwesenheit ihres bemitleidenswerten freundes) darüber, dass seit beinahe 3 jahren rein gar nichts mehr passiert - die spannenden anschlussthemen werden aber dezent unter den tisch geschoben. hätte mich ja aber trotzdem mal interessiert, ob ihr freund abends im bett onaniert, wartet bis sie duschen geht oder im laufe der zeit jegliche sexualfunktion eingestellt hat.
freundin j. berichtet stets nur lakonisch, ihr partnerschaftlich verbundener mitbewohner wolle halt öfter als sie. mehr erfährt man auch dort nicht. betty boo erzählt zwar freizügig von ihren fremdgehereien, aber auch dort keine einzelheiten. ich fasse also noch einmal zusammen: ausser formalien bleiben mir fremde schlafzimmer verschlossen.
was war das leben doch früher einfach: alle fragen, die eventuell auftauchen konnten, klärten zuverlässige ratgeber in print und netz verlässlich-prompt und schon konnte der spaß losgehen. heute, nach mehreren jahren geschlechtlicher aktivität, ist irgendwie niemand mehr da, der drängende fragen diskret und zuverlässig klären könnte. in der sozialpsychologie spricht man von sozialer vergleichstheorie und meint damit: eine 3 in der sportprüfung ist eine feine sache, wenn alle anderen eine 5 und große scheisse, wenn sie eine 1 haben.
ich mags ja gar nicht sonderlich detailliert wissen - die groben linien würden mir ja reichen. blöderweise kann ich nur auf meine eigene, kleine stichprobe zurück greifen und erbärmliche längsschnitt-ergebnisse zerdeuteln. eher hinderlich, wenn die bisher längste liebevolle verbindung ein dreivierteljahr anhielt und man sich in der aktuellen liason gerade schwungvoll dem vierten jahr nähert. sind dann gewisse ausreisserwerte nicht eigentlich schon wieder ok...?
ich fordere ein doktor spätsommer-team für mich und alle gleichgesinnten. ich würde gern irgendwo nachfragen, ob ich nach dreieinhalb jahren endlich aufhören darf, die tampons im bad zu verstecken. ob man beim pinkeln die tür angelehnt lassen darf, um sich weiter zu unterhalten.ob man nach so langer zeit endlich mal im eng geschnürten korsett ins bett hüpfen darf, weil das lästige baucheinziehen dann praktischerweise entfällt? sieht der dildo, den man in der nachttischschublade hat, jetzt irgendwie nach sexueller reanimation aus, oder braucht sowas nicht ein gewisses vertrauen? ach, die ganze experimente: hätte man die nicht schon früher verastalten sollen, damit sie jetzt nicht wie aufgelesenes mehr-spass-im-bett-brigitte-wissen aussehen? wie oft sollte man minimum noch miteinander schlafen, damit koitusfreie tage nicht nach abfallender gesamtlust, sondern lediglich nach temporären phänomenen wie müdigkeit oder faulheit schmecken? nach wie vielen jahren verfällt (moralisch gesehen) ein kleiner fremdgeh-ausrutscher?
Miss Manierlich - 16. Jul, 16:56
