für mich, der ich bei der geburt und der aufzucht des www immer auch beruflich dabei war, ist bloggen das mehr oder weniger regelmässige befüllen eines cms, das eventuell von einem provider gehostet wird. wer das macht ist ein blogger.
zunächst mal. was wer wann warum da inhaltlich reinpriemelt ist mir genauso wurscht wie das, was andere im bierzelt oder beim vw-golf treffen reden. ausser wenn ich es lesen will oder muss (letzteres wohl aufgrund meiner psychischen disposition, s.u.). was mich dann auf die palme bringt ist, wenn blogger offensichtlichen erfolg (messe ich an zugriffszahlen, kommentaren, zuspruch) mit inhalten haben, die ich persönlich dumm finde. das liegt daran, dass ich es ihnen neide, weil ich diese anerkennung gerne für die ergebnisse meiner eigenen kreativität, also im kern für meine person hätte.
gruss, sportsfreund!
Miss Manierlich - 19. Jul, 14:30
mein lieber sportsfreund,
natürlich kann man bloggen von dieser rein formalen seite aus definieren - wer rein technisch gesehen ein blog hat, der ist eben blogger. nach dieser definiton wäre aber eben auch jeder, der eine mit animated gifs vollgerappelte homepage sein eigen nennt, webdesigner (was ja per se schonmal ein affiger ausdruck ist).
bloggen hat für mich trotzdem immernoch viel mit einem anspruch sowie einer unprofessionellen profession zu tun, die ich nunmal nicht mein eigen nennen kann. ich finde blogs wie beispielsweise den shopblogger und natürlich den großartigen don a (nur um hier mal die beiden möglichen enden eines gedanklichen spektrums zu nennen) ausgesprochen fantastisch - gerade weil beide so absolut nichts mit dem zu tun haben, was ich hier in mein cms stopfe. ich jubele jedesmal gedanklich, wenn sich jemand ernsthaft und mit sachverstand mit blog-metathemen (wie beispielsweise der aktuell geführten diskussion um die bildung eines problogger-verbandes) auseinander setzt. trotzdem habe ich das sichere gefühl, zu solchen dingen nicht nur nichts beitragen zu können, sondern auch im kern nicht angesprochen zu sein. ich blogge einfach nicht - ich tagebuche so vor mich hin.
keine frage, dass mir auf blog.de permanent das messer in der tasche aufging und ich mich furchtbar über die dort gängigen mechanismen des gegenseitigen hypen und hochjubelns geärgert habe. was mich aber im kern wütend gemacht hat, war weniger der oberflächliche erfolg, den du an quantitativa misst, sondern der daraus entstehende inhaltliche duktus. lies dir doch bitte nur mal den verwandelten stil von ikonen des blödsinns wie dem geistigen aussenklo durch - das klang zu dem zeitpunkt, als madame noch tingelnderweise auf bekanntmachungs-pilgerfahrt war alles ganz anders, als nach dem ersten auftauchen in der top10-liste. was mich rasend macht, ist die von diesen leute ausgehende aura der berühmtheit, der vermeintlichen augenhöhenexistenz mit anderen triple-a-bloggern und die selbstgewissheit, dazu zu gehören, wenn über blogs als DAS neue ding gesprochen wird. solche leute fühlen sich allen ernstes angesprochen, wenn der spiegel über "einen von ihnen" schreibt und lecken sich gegenseitig die preisplaketten blank. leider "bloggen" solche leute genauso wenig wie ich - aber die selbstzufriedenheit und wahrnehmung der eigenen person als blog-instanz des moments ist elefantitisch ausgeprägt.
den wunsch nach anerkennung hatte ich eigentlich nie - bei mir schwankte das damalige promitum als sau des moments auf blog.de immer deutlich in richtung: ach du scheisse, hoffentlich erkennt mich niemand aus´m büro. und das war auch ehrlich gesagt der grund, warum ich nach der sperrung kein neues blog dort aufgemacht habe (auch wenn es mich jeden tag in den fingern juckt, meinen zwei dutzend lieblingen mal wieder den notwendigen schubs vor den bug zu geben!).
da du aber im augenblick der einzig wahre thronfolger von putiput und mir bist: mach uns keine schande, junge!
definiere bloggen!
zunächst mal. was wer wann warum da inhaltlich reinpriemelt ist mir genauso wurscht wie das, was andere im bierzelt oder beim vw-golf treffen reden. ausser wenn ich es lesen will oder muss (letzteres wohl aufgrund meiner psychischen disposition, s.u.). was mich dann auf die palme bringt ist, wenn blogger offensichtlichen erfolg (messe ich an zugriffszahlen, kommentaren, zuspruch) mit inhalten haben, die ich persönlich dumm finde. das liegt daran, dass ich es ihnen neide, weil ich diese anerkennung gerne für die ergebnisse meiner eigenen kreativität, also im kern für meine person hätte.
gruss, sportsfreund!
natürlich kann man bloggen von dieser rein formalen seite aus definieren - wer rein technisch gesehen ein blog hat, der ist eben blogger. nach dieser definiton wäre aber eben auch jeder, der eine mit animated gifs vollgerappelte homepage sein eigen nennt, webdesigner (was ja per se schonmal ein affiger ausdruck ist).
bloggen hat für mich trotzdem immernoch viel mit einem anspruch sowie einer unprofessionellen profession zu tun, die ich nunmal nicht mein eigen nennen kann. ich finde blogs wie beispielsweise den shopblogger und natürlich den großartigen don a (nur um hier mal die beiden möglichen enden eines gedanklichen spektrums zu nennen) ausgesprochen fantastisch - gerade weil beide so absolut nichts mit dem zu tun haben, was ich hier in mein cms stopfe. ich jubele jedesmal gedanklich, wenn sich jemand ernsthaft und mit sachverstand mit blog-metathemen (wie beispielsweise der aktuell geführten diskussion um die bildung eines problogger-verbandes) auseinander setzt. trotzdem habe ich das sichere gefühl, zu solchen dingen nicht nur nichts beitragen zu können, sondern auch im kern nicht angesprochen zu sein. ich blogge einfach nicht - ich tagebuche so vor mich hin.
keine frage, dass mir auf blog.de permanent das messer in der tasche aufging und ich mich furchtbar über die dort gängigen mechanismen des gegenseitigen hypen und hochjubelns geärgert habe. was mich aber im kern wütend gemacht hat, war weniger der oberflächliche erfolg, den du an quantitativa misst, sondern der daraus entstehende inhaltliche duktus. lies dir doch bitte nur mal den verwandelten stil von ikonen des blödsinns wie dem geistigen aussenklo durch - das klang zu dem zeitpunkt, als madame noch tingelnderweise auf bekanntmachungs-pilgerfahrt war alles ganz anders, als nach dem ersten auftauchen in der top10-liste. was mich rasend macht, ist die von diesen leute ausgehende aura der berühmtheit, der vermeintlichen augenhöhenexistenz mit anderen triple-a-bloggern und die selbstgewissheit, dazu zu gehören, wenn über blogs als DAS neue ding gesprochen wird. solche leute fühlen sich allen ernstes angesprochen, wenn der spiegel über "einen von ihnen" schreibt und lecken sich gegenseitig die preisplaketten blank. leider "bloggen" solche leute genauso wenig wie ich - aber die selbstzufriedenheit und wahrnehmung der eigenen person als blog-instanz des moments ist elefantitisch ausgeprägt.
den wunsch nach anerkennung hatte ich eigentlich nie - bei mir schwankte das damalige promitum als sau des moments auf blog.de immer deutlich in richtung: ach du scheisse, hoffentlich erkennt mich niemand aus´m büro. und das war auch ehrlich gesagt der grund, warum ich nach der sperrung kein neues blog dort aufgemacht habe (auch wenn es mich jeden tag in den fingern juckt, meinen zwei dutzend lieblingen mal wieder den notwendigen schubs vor den bug zu geben!).
da du aber im augenblick der einzig wahre thronfolger von putiput und mir bist: mach uns keine schande, junge!
allerliebst,
deine miss manierlich