ich auch nicht, warum ich das tue, was ich tue, und warum man das "bloggen" nennt. Für mich ein Weblog eine Art tagebuchähnlicher Katalog, in dem einige ihre Belanglosigkeiten spazieren führen - andere ihre Ambitionen an den Mann/die Frau bringen wollen und wieder andere Medienflittchen spielen (der Ausdruck ist genial).
Das, was ich in meinem Blog veröffentliche (zugegebenermassen praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit) erreicht dennoch mehr Publikum, als würden diese Texte in der Schublade oder in einem realen "Tagebuch" verschwinden. Es ist einigermassen klar, dass es eine grosse Masse nicht interessiert. Solange es aber mich interessiert, es zu veröffentlichen - vielleicht aus Kommentaren hierzu zu lernen (sofern sie nicht beleidigend sind) - mache ich es. Vielleicht lasse ich es aber auch irgendwann sein.
Was mich am meisten fasziniert sind die "Blogger", die jeden Tag quasi im Stundentakt einfache (und komplexe) Nachrichtenschnipsel (oder auch Weltpolitik) herauspicken und glauben, derart kommentieren zu können, als seien sie mindestens "Experten". Wenn das so ist - alle Achtung. Ich weiss weder über die Verstrickungen oder Feindschaften zwischen Google und Microsoft detailliert Bescheid, noch masse ich mir an, jede Meldung über einen Bombenangriff im Nahen Osten sofort ergiebig zu kommentieren, noch interessiert es mich besonders, über ein Verbot von Analverkehr ohne Präservativ nachzudenken. Verbunden ist dieses "Universalwissen" dann noch mit einer mittelmässig bis starken Intoleranz anderen Meinungen gegenüber (auf die Idee, das jemand mal - ausnahmsweise - etwas besser wissen könnte, kommen diese Herrschaften meist nicht).
Und dann glaube ich, dass das auch "bloggen" genannt wird. Früher nannte man sowas Tratschen und es geschah meist in der Nachbar- oder Verwandtschaft. Heute wird über die ganze Welt getratscht. Das ist dann Globalisierung.
Der Text spricht mir aus der Seele..Ich war richtig entsetzt über die Massen an (für mich) Müll, die ich in Blogs zu lesen bekam.Ich meine, ich will nicht behaupten, dass ich besonders super gut schreibe und mir geht es auch eher darum das ich später weiß, was mich so bewegt hat, aber ich finde es dämlich, wenn ich auf blogs klicke und der oberste "Text" besteht aus einem einzigen Satz. Und das beste ist, dass solche einsätzigen Blogs, dann noch nicht einmal eine Aussage haben. Es ist so, als würde ich immer, wenn ich mich von meinem Schreibtisch entferne schreiben würde:ich gehe gerade zur Toilette, weil mich meine Blase drückt.Ich weiß nciht ob Sie solche Blogs einmal gelesen haben, aber es ist eine reine Zumutung. Ich selbst "blogge" erst seit einer Woche und nachdem ich solche Dinge gelesen hatte, verging mir die Lust auf twodays vorbeizuschauen. Und kurze abgehackte Kommentare haben mich nur aggressiv gemacht. Vor allem hat einmal jemand in einem Kommentar geschrieben, dass er ein Lied empfiehlt und im Blog darunter war dieses Lied enthalten. Da hatte ich dann Lust meinen Blog offline zu setzen und so weiterzuschreiben, - denn für mich ist es auch ein Tagebuch, welches den Vorteil hat, dass es weder verbrennen, noch gefunden noch in meinem Zimmer herumfliegen kann und das auch noch mehr oder weniger hübsch aussieht. Nur fühle ich mich, wenn Blogger solche Kommentare hinterlassen, wie benutzt. Benutzt in dem Sinne, dass sie eine Spur hinterlassen wollen, wie es die Hunde tun. Damit man sie sieht und ihre Texte kommentiert usw. .Ich hatte öfter die Überlegung alle diese Kommentare zu löschen, aber ich habe es nicht gemacht. Ich reagiere eben nicht mehr auf so etwas.
Es ist jedoch sehr frustrierend, weil man sich ja doch eine Art Diskussion oder auch ein Feedback wünscht.
Ich habe mich aber damit abgefunden, dass ich die Masse hinter mir lasse und wie geplant für mich schreibe. Von so etwas lasse ich mich nicht mehr irritieren, auch wenn meine Texte niemanden interessieren mögen.
So und jetzt werde ich einmal weiter auf Ihrer Seite herumstöbern!
Ich muss noch hinzufügen, dass ich sicherlich weniger bewandt im Umgang mit Technik bin wie Sie. Allein für meine erste SMS habe ich länger als eine Stunde gebraucht und mein Blog ist durch Hilfe anderer entstanden.Ich bin ja mal gespannt wie überfordert ich mit der Mediatisierung und technischen Entwicklung in den nächsten jahrzehnten umgehen werde....Beängstigend irgendwie...
Eigentlich weiss...
Das, was ich in meinem Blog veröffentliche (zugegebenermassen praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit) erreicht dennoch mehr Publikum, als würden diese Texte in der Schublade oder in einem realen "Tagebuch" verschwinden. Es ist einigermassen klar, dass es eine grosse Masse nicht interessiert. Solange es aber mich interessiert, es zu veröffentlichen - vielleicht aus Kommentaren hierzu zu lernen (sofern sie nicht beleidigend sind) - mache ich es. Vielleicht lasse ich es aber auch irgendwann sein.
Was mich am meisten fasziniert sind die "Blogger", die jeden Tag quasi im Stundentakt einfache (und komplexe) Nachrichtenschnipsel (oder auch Weltpolitik) herauspicken und glauben, derart kommentieren zu können, als seien sie mindestens "Experten". Wenn das so ist - alle Achtung. Ich weiss weder über die Verstrickungen oder Feindschaften zwischen Google und Microsoft detailliert Bescheid, noch masse ich mir an, jede Meldung über einen Bombenangriff im Nahen Osten sofort ergiebig zu kommentieren, noch interessiert es mich besonders, über ein Verbot von Analverkehr ohne Präservativ nachzudenken. Verbunden ist dieses "Universalwissen" dann noch mit einer mittelmässig bis starken Intoleranz anderen Meinungen gegenüber (auf die Idee, das jemand mal - ausnahmsweise - etwas besser wissen könnte, kommen diese Herrschaften meist nicht).
Und dann glaube ich, dass das auch "bloggen" genannt wird. Früher nannte man sowas Tratschen und es geschah meist in der Nachbar- oder Verwandtschaft. Heute wird über die ganze Welt getratscht. Das ist dann Globalisierung.
Es ist jedoch sehr frustrierend, weil man sich ja doch eine Art Diskussion oder auch ein Feedback wünscht.
Ich habe mich aber damit abgefunden, dass ich die Masse hinter mir lasse und wie geplant für mich schreibe. Von so etwas lasse ich mich nicht mehr irritieren, auch wenn meine Texte niemanden interessieren mögen.
So und jetzt werde ich einmal weiter auf Ihrer Seite herumstöbern!
Ich muss noch hinzufügen, dass ich sicherlich weniger bewandt im Umgang mit Technik bin wie Sie. Allein für meine erste SMS habe ich länger als eine Stunde gebraucht und mein Blog ist durch Hilfe anderer entstanden.Ich bin ja mal gespannt wie überfordert ich mit der Mediatisierung und technischen Entwicklung in den nächsten jahrzehnten umgehen werde....Beängstigend irgendwie...