Schiller
man liebt sich im sommer immer mit einem tierischen (nicht im slang- sondern im zoologischen sinne) aspekt. vielleicht macht´s die wärme, die trägheit oder das übereinander-rollen.
dann liegt man im friedlichen danach wie auf einem leergetrunkenen flussbett, berührungen werden plötzlich unangenehm verklebt, man will am anderen liegen und gleichzeitig weitestmöglichen abstand. und dann entdeckt man etwas, was man knapp vier jahre nicht bemerkte. nämlich, dass prinz genji koital ermattet eine bestimmte bewegung mit seiner hand ausführt, die beinahe schon topoi-charakter hat.
wie eine gereizte löwenmutter legt er seinen arm über meinen kopf und presst mich wie ein ungezogenes jungtier aufs bett. für einen moment fühlte sich das wirklich an, wie eine schläfrige tatze und ich wäre gern vergeistigt genug, um von fern brotbraum-ast-rascheln zu hören.
als erstes fällt mir vollkommen unpassenderweise schillers handschuh ein - es wäre aber auch zu schön, stiesse eine erfolgreiche ejakulation etwas wie ein tor auf, aus dessen grund genjis herzen eine geschmeidige, mutterinstinkt-triefende raubkatze entstiege.
wenn man die augen ganz fest schliesst und sich in tropische luftblasen kuschelt, dann raschelt vielleicht von weit weg ein zaghafter gazellenschritt. öffnet man aber nach der gigantischen zeitdistanz von wenigen minuten die augen, dann sieht man, dass das beuteblut auf der oberlippe des geliebten verräterisch nougatbraun schimmert.
dann liegt man im friedlichen danach wie auf einem leergetrunkenen flussbett, berührungen werden plötzlich unangenehm verklebt, man will am anderen liegen und gleichzeitig weitestmöglichen abstand. und dann entdeckt man etwas, was man knapp vier jahre nicht bemerkte. nämlich, dass prinz genji koital ermattet eine bestimmte bewegung mit seiner hand ausführt, die beinahe schon topoi-charakter hat.
wie eine gereizte löwenmutter legt er seinen arm über meinen kopf und presst mich wie ein ungezogenes jungtier aufs bett. für einen moment fühlte sich das wirklich an, wie eine schläfrige tatze und ich wäre gern vergeistigt genug, um von fern brotbraum-ast-rascheln zu hören.
als erstes fällt mir vollkommen unpassenderweise schillers handschuh ein - es wäre aber auch zu schön, stiesse eine erfolgreiche ejakulation etwas wie ein tor auf, aus dessen grund genjis herzen eine geschmeidige, mutterinstinkt-triefende raubkatze entstiege.
wenn man die augen ganz fest schliesst und sich in tropische luftblasen kuschelt, dann raschelt vielleicht von weit weg ein zaghafter gazellenschritt. öffnet man aber nach der gigantischen zeitdistanz von wenigen minuten die augen, dann sieht man, dass das beuteblut auf der oberlippe des geliebten verräterisch nougatbraun schimmert.
Miss Manierlich - 28. Jul, 00:05
