Teddykrieger (anonym) - 2. Okt, 16:46

Dein damaliger Rauswurf bei Blog.de muß Dich doch echt gwurmt haben, dass Dich dieses Thema bis heute nicht los lässt. Oder hast Du keine andere Themen, nachdem Du nach wie vor so gerne über andere Blogs herziehst, ohne selbst auch nur ein Deut etwas besser zu machen und mit all dem Gezter doch nur nach Aufmerksamkeit gierst?
Ich hätte Dir echt gewünscht, dass Du hier nun etwas Ruhe und Abgeklärheit findest, doch alte Wunden schmerzen wohl und es scheint nicht einfach, die Giftspritze in der Schublade zu lassen.
Amüsant, aber überflüssig und hat indessen soooon Bart....

Miss Manierlich - 2. Okt, 17:31

lieber teddykrieger,

aus dem mund von leuten wie dir häme ob meines damaligen rauswurfs zu lesen, freut mich immer besonders. beinahe könnte man meinen, du würdest tatsächlich annehmen, dieser rauswurf würde mir noch heute gar leidvolle pein bescheren, so schadenfroh wie du dich jedes mal darüber äusserst.

jedoch: das gegenteil ist der fall. ich bin zutiefst stolz darauf, dass mein blog damals gelöscht wurde (was übrigens etwas anderes, als ein rauswurf ist), denn dieser umstand bezeugt nichts anderes, als meine totale nichtzugehörigkeit zum dortigen klientel. und mal im ernst: wenn dir der türsteher einer üblen proletenkneipe sagt, du seiest hier nicht erwünscht, dann denkst du dir doch sicherlich auch: was ein glück - ich hätte mich geschämt, hätte mein gegenüber mich für einen teil seiner kundschaft gehalten. manchmal adelt es eben ungemein, rausgeworfen zu werden - auch wenn aus den butzenfenstern tausend hämische gesichter schauen, die meinen, man zerflösse deswegen vor kummer.

du verwechselst neidische blicke über den zaun mit abgeklärtheit. auch wenn ich den rauswurf kein stückchen bereue, lassen mich leute wie du, die sich auf ihrem selbstgezimmerten miniatur-thron einer blox populi die aufwartung ihrer kommentarhanseln machen lassen, keineswegs kalt. ich finde das lächerlich, affig und zutiefst durchschaubar. und auch wenn ich nicht an meinen schmerzenden wunden, in denen der kummer klafft, nicht mehr im dunstkreis eines teddykriegers bloggen zu dürfen vergehe, genehmige ich mir doch von zeit zu zeit einen kleinen beitrag, in dem ich mich mit dir und deinsgleichen beschäftige. ganz einfach weil es spass macht.

und zum thema aufmerksamkeit: ich finde es doch sehr bezeichnend diesen vorwurf aus deinem munde zu hören. wie oft schaust du eigentlich täglich so bei technorati rein und guckst nach, wer dich und deine teddyschlachten so thematisiert? oder willst du mir ernsthaft erzählen, du seiest treuer stammleser? in jedem fall: kribbelt es wirklich so sehr in deinem teddyschritt, dass du nicht einfach das, von dir wie von anderen so heftig als probates mittel gegen leute wie mich bezeichnete, verfahren des nichtclickens bei nichtgefallen anwenden magst? seit monaten höre ich aus allen hinterhöfen von blog.de den empörten vorwurf: hey, wenn dir nicht gefällt was ich schreibe, dann lies es doch nicht! wie kommt es, dass du nicht in der lage bist, mich so zu ignorieren, wie ich dich ignorieren soll?

ich sag´s dir: weil du es nicht erträgst. weil es dir entzückte schauer den rücken hinab jagt zu schauen, was euer aller lieblingszecke mal wieder zu sagen hat. und weil du lieber mit abgehackten fingern vor deiner tastatur knien würdest, als das zu verpassen. also verschone mich bitte zukünftig mit deinen moalinsauren ratschlägen: ohne mich wäre das alles doch wirklich nur halb so schön. es kuschelt sich viel entspannter in den trogldytenhöhlen, wenn man weiss, dass sich woanders jemand die schwarze seele aus dem bauch kotzt.

und was das bessermachen angeht: darüber könnte man streiten. um dieses bessermachen mal zu spezifizieren: ich schreibe keine beiträge, in denen ich um leser buhle. ich schreibe keine beiträge über bescheuerte en vogue-themen, bei denen sich möglichst niemand kritisiert fühlt. ich krieche meinen lesern nicht dreispurig ins rektum. ich spiele mich nicht als rächer der verdammten oder viertklassiger prediger auf einem orangenkistchen auf. ich erachte mein blog nicht als plattform zur erlangung einer bestätigung, die mir mein leben nicht oder nicht ausreichend bieten kann. ich suche mit meinem blog keine freunde oder stehe hufescharrend vorm tor des herzens meiner leser. insofern mache ich zumindest mal einiges anders als du, lieber teddykrieger. ob dieses anders nun besser oder schlechter ist? wer weiss. auf jeden fall ist es mal ausgesprochen anders.

allerliebste grüße,
deine miss manierlich

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