Locus Amoenus Pt.2 - Die anale Aue der Apostel
manchmal glaube ich, es gibt wirklich nur zwei verschiedene arten von menschen. lernt die eine sort eine neue person kennen, startet die bekanntschaft bei 100 punkten und verliert durch unangenehme erfahrungen systematisch gewisse beträge auf diesem liebhab-saldo. die andere sorte lernt ebenfalls eine neue person kennen, die aber bei 0 punkten startet und durch nettigkeit ihr zunächst mieses konto eventuell aufzubessern vermag.
vertreter der erstgenannten sorte halten sich selbst zweifelsfrei für die besseren, im sinne von sozial verträglicheren menschen: offenen herzens und mit orang-utanesk verlängerten armen, jederzeit bereit alles und jeden in selbige zu schliessen, wandeln sie auf einem luftkissen aus feuchtwarmen freundlichkeitsblähungen durchs leben, sind ständig bereit alles und jeden zu duzen, zu trösten, mit einer spende zu versehen und nachzuschauen, ob es dieses oder jenes nicht auch mit dem blauen umweltengel oder ohne künstliche zusatzstoffe gibt. solche leute sympathisieren ständig und mit allen. sie suchen sich freiwillig den einäugigen, lahmenden welpen aus, weil den sonst keiner will oder tierversuche mit ihm gemacht werden. sie vermitteln, nivellieren, deeskalieren und moralisieren solange, bis sie sich in der perfekten meinungsschnittmengen-nische eingekuschelt haben und wohlige gewöllebröckchen aus konsens hervorwürgen können.
ich hasse leute, die meinen, man müsse zu allem eine meinung haben. und zwar eine maximal veträgliche, alles und jeden einende meinung, die sich möglichst abgedroschener phrasen aus 200 jahren frauenbewegung, genfer konvention, kolonialisierungsgeschichte, falsch verstandener liberalität, gleichheit als naturgesetz, meinungsfreiheit und einem kräftigen schuss kategorischem und praktischem imperativ bedient. wenn zwei sich streiten, jauchzt das herz solcher leute: weil man endlich wieder versöhnen, schlichten, annähern und zusammenbringen darf. ich finde das zutiefst abartig und hochgradig anal. anal im sinne von: verkniffen, angestaut, verstopft und zurückgehalten.
bis heute verwandelt sich nahrung in meiner vorstellung direkt nach dem runterschlucken in scheisse. optimal wäre in diesem sinne ein maximal 20 cm langer darm: oben rein und unten sofort wieder raus. keine umwege, keine filter, kein aufspalten, vermischen, zwischenlagern, vermengen, entwässern, andicken und in form pressen. vertreter der bei-kennenlernen-100-punkte-aufs-sympathiekonto-sparte sind in jeder hinsicht klassisch anal - nahrung verwandelt sich wie alles andere aufgenommene in etwas ihnen zugehöriges, das man als ausdruck eines klassischen konflikts in jeder form ebenso gern bei sich behält, wie als weich-verdautes manna unters volk schleudert. im inneren solcher leute pulsiert eine gigantische güldene anale trias. als zentral imponiert bei solchen leuten die gruselig-konflitköse mischung aus extremer überangepasstheit an moralische standards sowie in extremsituationen zur schau gestellter und unverhohlener asozialer reaktion.
soviel als exposition des heissen pflasters, das heute betreten wird. einen feurigen tusch für das zweite gefilde des locus amoenus: die aue der apostel!

mit den aposteln ist es schon eine etwas kompliziertere sache, als mit den bewohnern des prinzessinnenfelsens. auf den ersten blick unterscheiden sich die apostel nämlich bedauerlicherweise so gar nicht von anderen standard-blog.de-phänomenen. ein stöckchenwurf hier, ein hecheliger kommentar da, ein wahllos gepostetes to-taaal lustiges youtube-video. höchstens die signifikant erhöhte neigung zur veröffentlichung von, wahnsinnig kritische und aktuelle themen beleuchtenden beiträgen mit starker sozialschlagseite darf als bedingung der möglichkeit gelten. die auenapostel fühlen sich beispielsweise ausgesprochen oft zu einer kesse sohle auf dem rutschigen parkett einer rede an die blog.de-nation verpflichtet. im tone eines zwangsversetzen pfarrers werden betrachtungen gern mit dem einleitenden satz "was mir gerade bei blog.de auffällt..", "die neueste entwicklung bei blog.de macht mich nachdenklich" oder "viele von euch haben vielleicht schon bemerkt..." unters volk gekanzelt.
ein immer wieder aufs neue belustigende beispiel ist das bei blog.de schon chronische thema der "blogfreunde". wie pocemonkärtchen mit besonders hässlichen abbildungen (da fällt mir ein: demnächst mal über eine blog.de-pocemon-edition nachdenken!) werden hier sympathien und freundschaftseuphemismen potenziellen besitzern und mitfreunden präsentiert.
exkurs für nichteingeweihte: bei blog.de kann man den status der eigenen beliebtheit und vernetztheit trophäenartig auf der frontseite visualisieren. die menge der dort versammelten, ewig gleichen gestalten gilt als beliebtes und schier unermüdliches diskursthema, bei dem die diskutanten sowohl gesunde soziale vitalfunktionen demonstrieren, als auch dem vorwurf der oberflächlichen sammelleidenschaft ausweichen müssen. ein sport für wahre profis und experten.
apostel lösen dieses problem meist vorbildlich durch einen längeren exkurs zum thema freundschaft im allgemeinen und speziellen sowie unter besonderer berücksichtigung einer langen, intimen und zwingend notwendigen kennenlernzeit.denn, hey: wir reden hier immerhin von freundschaft! natürlich nicht, ohne beliebten sammel- und tauschobjekten der eigenen freundesliste ganz, ganz oft zu wiederholen, dass es natürlich ausnahmen gäbe, wo man sich spontan aber sowas von sympathisch und verbunden war, dass man auch mal schneller eine einladung ausspricht.
schauen wir uns das mal etwas genauer an. apostel teddykrieger beispielsweise führt hier sehr schön aus, dass er "schon recht wählerisch sei, wenn er an sich heran liesse". ein flinker blick in die blogfreundsammlung zeigt, dass die zahl dieses höchst elitären kreises im augenblick bei rund 50 personen liegt. rechnet man diese anzahl mal auf die dauer seiner zeit bei blog.de hoch, ergeben diese 14 monate einen durchschnitt von knapp einem neuen freund je woche. rasant, rasant. wenn ein apostel so fulminant vorlegt, kann der andere natürlich nicht zurückstehen und beglückt mit seinen ureigenen ausführungen zum thema. besonders hübsche finde ich den gänzlich uneitlen argumentativen galoppsprung von der angeprangerten aufmerksamkeitshascherei zur schlichtweg unumgänglichen einladung an den apostel selbst- verständlich, dass awareness-wilde jungblogger sich ihren teil vom ruhme des herrn apostel erhoffen und folgerichtig um freundwerdung buhlen. was bei diesem apostel allerdings etwas nervt, ist die verwendung der phrasen "blogfreund" oder gar "geschätzter blogfreund", wann immer sich in kommentaren die gelegenheit ergibt - prädigat: blogfreundlistenvoll.
ein weiteres, apostelseitig extrem bediskutiertes thema ist die top-ten-liste, die nach einem diffus alchimistischen prinzip auf der startseite von blog.de die täglich aktuellen top-blogs auswirft. zusammenfassend kann man die choreographie des standardereignisses "top10-beitrag eines apostels" wie folgt schematisieren:
1. der apostel berichtet in einem eigens dafür angelegten beitrag, er sei von jemandem (der nie mit namen benannt wird) darauf aufmerksam gemacht worden, der apostel stünde in der top10-liste
2. waaaaas? also das hat der apostel ja noch gar nicht gemerkt!
3. das ist dem apostel aber auch egal, denn die liste ist böse. böse. böse!
4. die liste gehört aus sicht des apostels abgeschafft. weil der apostel da nicht draufwill, nie draufschaut, das ganze mannigfaltiges gefahrenpotential birgt und das ganze system sowieso nicht transparent sei. andere apostel entwickeln mehrdimensionale qualitätsmodelle zur ermittlung der top10.
5. eine kommentarschlacht entbrennt, in der die aposteljünger alle ebenfalls fleissig betonen, die liste sei ja so egal und überhaupt.
wenn ich für besagte debatten noch ein fünkchen verständnis aufbringen kann, dann verglimmt dieses in der nachtluft, wenn die apostel zu den harten themen kommen. die da wären: anorexie im showbisss, graffiti, praktikumsschlauheiten und muttersprach-mahnreden.
solche texte sind im kern nicht nur grandios langweilend, sondern vielmehr stupide konturenblasse lippenbekenntnisse ohne jede eigene position - und eigentlich recht gute beispiele für die eingangs erwähnten postings mit dem geschmack maximalen konsens und minimaler eigenmeinung. ich verstehe nicht, warum ich texte lesen soll, die hübsch komprimiert den aktuellen status quo der öffentlichen debatte eines hundertmal verdauten und wiedergekäuten themas darstellen. fast ein bisschen talkshowesk das ganze: dort stehen nämlich auch immer empörte teile des publikums auf und dröhnen weisheiten wie "schönheitsoperationen sind aber ganz schön scheisse, besonders wenn man sich beschnippeln lässt, um seinem partner zu gefallen" oder "das finde ich aber blöde, dass deine freundin nicht mit freundinnen weggehen darf, du aber mit deinen buddies rumhängst, du!" ins mikrofon. es geht bei solchen äusserungen nicht ums öffentlichmachen der eigenen meinung, sondern ums revierpissige verhalten eines köters, der jetzt auch mal was zum thema urinieren muss. vom informationsgehalt oder der neuheit des beitragsinhaltes mal ganz abgesehen: welchen sinn hat ein eintrag, in dem der verfasser erklärt, er fände das ganz schön schlimm, wie die kleinen mädels abwechselnd hungern oder kotzfressen? was sagt ein schleppend geschriebener text über den vermeintlichen niedergang abendländischer kultur durch graffitis und internetspreche?
ich wage zu behaupten: nichts. absolutes und gähnendes nichts. er ist weniger eine meinung, als vielmehr das komplette gegenteil, nämlich ein schwarzes meinungsloch, das durch ekelhafte zurschaustellung dessen, was augenblicklich die meinung einer möglichst großen anzahl anderer nichtmeinungsinhaber ist, gerahmt wird.
solche texte erzählen nichts - sie predigen, kanzeln und belehren. solche texte sind wie sendung mit der maus fürs kommentarvieh. sie ermöglichen inhaltsleere repliken a la "sehe ich ganz genauso" und schaffen das faulig-lauschige klima, in dem alle sich mal wieder gegenseitig beteuern können, dass sie über standardzeugs standardmeinungen haben. bah.
vertreter der erstgenannten sorte halten sich selbst zweifelsfrei für die besseren, im sinne von sozial verträglicheren menschen: offenen herzens und mit orang-utanesk verlängerten armen, jederzeit bereit alles und jeden in selbige zu schliessen, wandeln sie auf einem luftkissen aus feuchtwarmen freundlichkeitsblähungen durchs leben, sind ständig bereit alles und jeden zu duzen, zu trösten, mit einer spende zu versehen und nachzuschauen, ob es dieses oder jenes nicht auch mit dem blauen umweltengel oder ohne künstliche zusatzstoffe gibt. solche leute sympathisieren ständig und mit allen. sie suchen sich freiwillig den einäugigen, lahmenden welpen aus, weil den sonst keiner will oder tierversuche mit ihm gemacht werden. sie vermitteln, nivellieren, deeskalieren und moralisieren solange, bis sie sich in der perfekten meinungsschnittmengen-nische eingekuschelt haben und wohlige gewöllebröckchen aus konsens hervorwürgen können.
ich hasse leute, die meinen, man müsse zu allem eine meinung haben. und zwar eine maximal veträgliche, alles und jeden einende meinung, die sich möglichst abgedroschener phrasen aus 200 jahren frauenbewegung, genfer konvention, kolonialisierungsgeschichte, falsch verstandener liberalität, gleichheit als naturgesetz, meinungsfreiheit und einem kräftigen schuss kategorischem und praktischem imperativ bedient. wenn zwei sich streiten, jauchzt das herz solcher leute: weil man endlich wieder versöhnen, schlichten, annähern und zusammenbringen darf. ich finde das zutiefst abartig und hochgradig anal. anal im sinne von: verkniffen, angestaut, verstopft und zurückgehalten.
bis heute verwandelt sich nahrung in meiner vorstellung direkt nach dem runterschlucken in scheisse. optimal wäre in diesem sinne ein maximal 20 cm langer darm: oben rein und unten sofort wieder raus. keine umwege, keine filter, kein aufspalten, vermischen, zwischenlagern, vermengen, entwässern, andicken und in form pressen. vertreter der bei-kennenlernen-100-punkte-aufs-sympathiekonto-sparte sind in jeder hinsicht klassisch anal - nahrung verwandelt sich wie alles andere aufgenommene in etwas ihnen zugehöriges, das man als ausdruck eines klassischen konflikts in jeder form ebenso gern bei sich behält, wie als weich-verdautes manna unters volk schleudert. im inneren solcher leute pulsiert eine gigantische güldene anale trias. als zentral imponiert bei solchen leuten die gruselig-konflitköse mischung aus extremer überangepasstheit an moralische standards sowie in extremsituationen zur schau gestellter und unverhohlener asozialer reaktion.
soviel als exposition des heissen pflasters, das heute betreten wird. einen feurigen tusch für das zweite gefilde des locus amoenus: die aue der apostel!

mit den aposteln ist es schon eine etwas kompliziertere sache, als mit den bewohnern des prinzessinnenfelsens. auf den ersten blick unterscheiden sich die apostel nämlich bedauerlicherweise so gar nicht von anderen standard-blog.de-phänomenen. ein stöckchenwurf hier, ein hecheliger kommentar da, ein wahllos gepostetes to-taaal lustiges youtube-video. höchstens die signifikant erhöhte neigung zur veröffentlichung von, wahnsinnig kritische und aktuelle themen beleuchtenden beiträgen mit starker sozialschlagseite darf als bedingung der möglichkeit gelten. die auenapostel fühlen sich beispielsweise ausgesprochen oft zu einer kesse sohle auf dem rutschigen parkett einer rede an die blog.de-nation verpflichtet. im tone eines zwangsversetzen pfarrers werden betrachtungen gern mit dem einleitenden satz "was mir gerade bei blog.de auffällt..", "die neueste entwicklung bei blog.de macht mich nachdenklich" oder "viele von euch haben vielleicht schon bemerkt..." unters volk gekanzelt.
ein immer wieder aufs neue belustigende beispiel ist das bei blog.de schon chronische thema der "blogfreunde". wie pocemonkärtchen mit besonders hässlichen abbildungen (da fällt mir ein: demnächst mal über eine blog.de-pocemon-edition nachdenken!) werden hier sympathien und freundschaftseuphemismen potenziellen besitzern und mitfreunden präsentiert.
exkurs für nichteingeweihte: bei blog.de kann man den status der eigenen beliebtheit und vernetztheit trophäenartig auf der frontseite visualisieren. die menge der dort versammelten, ewig gleichen gestalten gilt als beliebtes und schier unermüdliches diskursthema, bei dem die diskutanten sowohl gesunde soziale vitalfunktionen demonstrieren, als auch dem vorwurf der oberflächlichen sammelleidenschaft ausweichen müssen. ein sport für wahre profis und experten.
apostel lösen dieses problem meist vorbildlich durch einen längeren exkurs zum thema freundschaft im allgemeinen und speziellen sowie unter besonderer berücksichtigung einer langen, intimen und zwingend notwendigen kennenlernzeit.denn, hey: wir reden hier immerhin von freundschaft! natürlich nicht, ohne beliebten sammel- und tauschobjekten der eigenen freundesliste ganz, ganz oft zu wiederholen, dass es natürlich ausnahmen gäbe, wo man sich spontan aber sowas von sympathisch und verbunden war, dass man auch mal schneller eine einladung ausspricht.
schauen wir uns das mal etwas genauer an. apostel teddykrieger beispielsweise führt hier sehr schön aus, dass er "schon recht wählerisch sei, wenn er an sich heran liesse". ein flinker blick in die blogfreundsammlung zeigt, dass die zahl dieses höchst elitären kreises im augenblick bei rund 50 personen liegt. rechnet man diese anzahl mal auf die dauer seiner zeit bei blog.de hoch, ergeben diese 14 monate einen durchschnitt von knapp einem neuen freund je woche. rasant, rasant. wenn ein apostel so fulminant vorlegt, kann der andere natürlich nicht zurückstehen und beglückt mit seinen ureigenen ausführungen zum thema. besonders hübsche finde ich den gänzlich uneitlen argumentativen galoppsprung von der angeprangerten aufmerksamkeitshascherei zur schlichtweg unumgänglichen einladung an den apostel selbst- verständlich, dass awareness-wilde jungblogger sich ihren teil vom ruhme des herrn apostel erhoffen und folgerichtig um freundwerdung buhlen. was bei diesem apostel allerdings etwas nervt, ist die verwendung der phrasen "blogfreund" oder gar "geschätzter blogfreund", wann immer sich in kommentaren die gelegenheit ergibt - prädigat: blogfreundlistenvoll.
ein weiteres, apostelseitig extrem bediskutiertes thema ist die top-ten-liste, die nach einem diffus alchimistischen prinzip auf der startseite von blog.de die täglich aktuellen top-blogs auswirft. zusammenfassend kann man die choreographie des standardereignisses "top10-beitrag eines apostels" wie folgt schematisieren:
1. der apostel berichtet in einem eigens dafür angelegten beitrag, er sei von jemandem (der nie mit namen benannt wird) darauf aufmerksam gemacht worden, der apostel stünde in der top10-liste
2. waaaaas? also das hat der apostel ja noch gar nicht gemerkt!
3. das ist dem apostel aber auch egal, denn die liste ist böse. böse. böse!
4. die liste gehört aus sicht des apostels abgeschafft. weil der apostel da nicht draufwill, nie draufschaut, das ganze mannigfaltiges gefahrenpotential birgt und das ganze system sowieso nicht transparent sei. andere apostel entwickeln mehrdimensionale qualitätsmodelle zur ermittlung der top10.
5. eine kommentarschlacht entbrennt, in der die aposteljünger alle ebenfalls fleissig betonen, die liste sei ja so egal und überhaupt.
wenn ich für besagte debatten noch ein fünkchen verständnis aufbringen kann, dann verglimmt dieses in der nachtluft, wenn die apostel zu den harten themen kommen. die da wären: anorexie im showbisss, graffiti, praktikumsschlauheiten und muttersprach-mahnreden.
solche texte sind im kern nicht nur grandios langweilend, sondern vielmehr stupide konturenblasse lippenbekenntnisse ohne jede eigene position - und eigentlich recht gute beispiele für die eingangs erwähnten postings mit dem geschmack maximalen konsens und minimaler eigenmeinung. ich verstehe nicht, warum ich texte lesen soll, die hübsch komprimiert den aktuellen status quo der öffentlichen debatte eines hundertmal verdauten und wiedergekäuten themas darstellen. fast ein bisschen talkshowesk das ganze: dort stehen nämlich auch immer empörte teile des publikums auf und dröhnen weisheiten wie "schönheitsoperationen sind aber ganz schön scheisse, besonders wenn man sich beschnippeln lässt, um seinem partner zu gefallen" oder "das finde ich aber blöde, dass deine freundin nicht mit freundinnen weggehen darf, du aber mit deinen buddies rumhängst, du!" ins mikrofon. es geht bei solchen äusserungen nicht ums öffentlichmachen der eigenen meinung, sondern ums revierpissige verhalten eines köters, der jetzt auch mal was zum thema urinieren muss. vom informationsgehalt oder der neuheit des beitragsinhaltes mal ganz abgesehen: welchen sinn hat ein eintrag, in dem der verfasser erklärt, er fände das ganz schön schlimm, wie die kleinen mädels abwechselnd hungern oder kotzfressen? was sagt ein schleppend geschriebener text über den vermeintlichen niedergang abendländischer kultur durch graffitis und internetspreche?
ich wage zu behaupten: nichts. absolutes und gähnendes nichts. er ist weniger eine meinung, als vielmehr das komplette gegenteil, nämlich ein schwarzes meinungsloch, das durch ekelhafte zurschaustellung dessen, was augenblicklich die meinung einer möglichst großen anzahl anderer nichtmeinungsinhaber ist, gerahmt wird.
solche texte erzählen nichts - sie predigen, kanzeln und belehren. solche texte sind wie sendung mit der maus fürs kommentarvieh. sie ermöglichen inhaltsleere repliken a la "sehe ich ganz genauso" und schaffen das faulig-lauschige klima, in dem alle sich mal wieder gegenseitig beteuern können, dass sie über standardzeugs standardmeinungen haben. bah.
Miss Manierlich - 1. Okt, 00:03
Teddykrieger (anonym) - 2. Okt, 16:46
Dein damaliger Rauswurf bei Blog.de muß Dich doch echt gwurmt haben, dass Dich dieses Thema bis heute nicht los lässt. Oder hast Du keine andere Themen, nachdem Du nach wie vor so gerne über andere Blogs herziehst, ohne selbst auch nur ein Deut etwas besser zu machen und mit all dem Gezter doch nur nach Aufmerksamkeit gierst?
Ich hätte Dir echt gewünscht, dass Du hier nun etwas Ruhe und Abgeklärheit findest, doch alte Wunden schmerzen wohl und es scheint nicht einfach, die Giftspritze in der Schublade zu lassen.
Amüsant, aber überflüssig und hat indessen soooon Bart....
Ich hätte Dir echt gewünscht, dass Du hier nun etwas Ruhe und Abgeklärheit findest, doch alte Wunden schmerzen wohl und es scheint nicht einfach, die Giftspritze in der Schublade zu lassen.
Amüsant, aber überflüssig und hat indessen soooon Bart....
Miss Manierlich - 2. Okt, 17:31
lieber teddykrieger,
aus dem mund von leuten wie dir häme ob meines damaligen rauswurfs zu lesen, freut mich immer besonders. beinahe könnte man meinen, du würdest tatsächlich annehmen, dieser rauswurf würde mir noch heute gar leidvolle pein bescheren, so schadenfroh wie du dich jedes mal darüber äusserst.
jedoch: das gegenteil ist der fall. ich bin zutiefst stolz darauf, dass mein blog damals gelöscht wurde (was übrigens etwas anderes, als ein rauswurf ist), denn dieser umstand bezeugt nichts anderes, als meine totale nichtzugehörigkeit zum dortigen klientel. und mal im ernst: wenn dir der türsteher einer üblen proletenkneipe sagt, du seiest hier nicht erwünscht, dann denkst du dir doch sicherlich auch: was ein glück - ich hätte mich geschämt, hätte mein gegenüber mich für einen teil seiner kundschaft gehalten. manchmal adelt es eben ungemein, rausgeworfen zu werden - auch wenn aus den butzenfenstern tausend hämische gesichter schauen, die meinen, man zerflösse deswegen vor kummer.
du verwechselst neidische blicke über den zaun mit abgeklärtheit. auch wenn ich den rauswurf kein stückchen bereue, lassen mich leute wie du, die sich auf ihrem selbstgezimmerten miniatur-thron einer blox populi die aufwartung ihrer kommentarhanseln machen lassen, keineswegs kalt. ich finde das lächerlich, affig und zutiefst durchschaubar. und auch wenn ich nicht an meinen schmerzenden wunden, in denen der kummer klafft, nicht mehr im dunstkreis eines teddykriegers bloggen zu dürfen vergehe, genehmige ich mir doch von zeit zu zeit einen kleinen beitrag, in dem ich mich mit dir und deinsgleichen beschäftige. ganz einfach weil es spass macht.
und zum thema aufmerksamkeit: ich finde es doch sehr bezeichnend diesen vorwurf aus deinem munde zu hören. wie oft schaust du eigentlich täglich so bei technorati rein und guckst nach, wer dich und deine teddyschlachten so thematisiert? oder willst du mir ernsthaft erzählen, du seiest treuer stammleser? in jedem fall: kribbelt es wirklich so sehr in deinem teddyschritt, dass du nicht einfach das, von dir wie von anderen so heftig als probates mittel gegen leute wie mich bezeichnete, verfahren des nichtclickens bei nichtgefallen anwenden magst? seit monaten höre ich aus allen hinterhöfen von blog.de den empörten vorwurf: hey, wenn dir nicht gefällt was ich schreibe, dann lies es doch nicht! wie kommt es, dass du nicht in der lage bist, mich so zu ignorieren, wie ich dich ignorieren soll?
ich sag´s dir: weil du es nicht erträgst. weil es dir entzückte schauer den rücken hinab jagt zu schauen, was euer aller lieblingszecke mal wieder zu sagen hat. und weil du lieber mit abgehackten fingern vor deiner tastatur knien würdest, als das zu verpassen. also verschone mich bitte zukünftig mit deinen moalinsauren ratschlägen: ohne mich wäre das alles doch wirklich nur halb so schön. es kuschelt sich viel entspannter in den trogldytenhöhlen, wenn man weiss, dass sich woanders jemand die schwarze seele aus dem bauch kotzt.
und was das bessermachen angeht: darüber könnte man streiten. um dieses bessermachen mal zu spezifizieren: ich schreibe keine beiträge, in denen ich um leser buhle. ich schreibe keine beiträge über bescheuerte en vogue-themen, bei denen sich möglichst niemand kritisiert fühlt. ich krieche meinen lesern nicht dreispurig ins rektum. ich spiele mich nicht als rächer der verdammten oder viertklassiger prediger auf einem orangenkistchen auf. ich erachte mein blog nicht als plattform zur erlangung einer bestätigung, die mir mein leben nicht oder nicht ausreichend bieten kann. ich suche mit meinem blog keine freunde oder stehe hufescharrend vorm tor des herzens meiner leser. insofern mache ich zumindest mal einiges anders als du, lieber teddykrieger. ob dieses anders nun besser oder schlechter ist? wer weiss. auf jeden fall ist es mal ausgesprochen anders.
allerliebste grüße,
deine miss manierlich
aus dem mund von leuten wie dir häme ob meines damaligen rauswurfs zu lesen, freut mich immer besonders. beinahe könnte man meinen, du würdest tatsächlich annehmen, dieser rauswurf würde mir noch heute gar leidvolle pein bescheren, so schadenfroh wie du dich jedes mal darüber äusserst.
jedoch: das gegenteil ist der fall. ich bin zutiefst stolz darauf, dass mein blog damals gelöscht wurde (was übrigens etwas anderes, als ein rauswurf ist), denn dieser umstand bezeugt nichts anderes, als meine totale nichtzugehörigkeit zum dortigen klientel. und mal im ernst: wenn dir der türsteher einer üblen proletenkneipe sagt, du seiest hier nicht erwünscht, dann denkst du dir doch sicherlich auch: was ein glück - ich hätte mich geschämt, hätte mein gegenüber mich für einen teil seiner kundschaft gehalten. manchmal adelt es eben ungemein, rausgeworfen zu werden - auch wenn aus den butzenfenstern tausend hämische gesichter schauen, die meinen, man zerflösse deswegen vor kummer.
du verwechselst neidische blicke über den zaun mit abgeklärtheit. auch wenn ich den rauswurf kein stückchen bereue, lassen mich leute wie du, die sich auf ihrem selbstgezimmerten miniatur-thron einer blox populi die aufwartung ihrer kommentarhanseln machen lassen, keineswegs kalt. ich finde das lächerlich, affig und zutiefst durchschaubar. und auch wenn ich nicht an meinen schmerzenden wunden, in denen der kummer klafft, nicht mehr im dunstkreis eines teddykriegers bloggen zu dürfen vergehe, genehmige ich mir doch von zeit zu zeit einen kleinen beitrag, in dem ich mich mit dir und deinsgleichen beschäftige. ganz einfach weil es spass macht.
und zum thema aufmerksamkeit: ich finde es doch sehr bezeichnend diesen vorwurf aus deinem munde zu hören. wie oft schaust du eigentlich täglich so bei technorati rein und guckst nach, wer dich und deine teddyschlachten so thematisiert? oder willst du mir ernsthaft erzählen, du seiest treuer stammleser? in jedem fall: kribbelt es wirklich so sehr in deinem teddyschritt, dass du nicht einfach das, von dir wie von anderen so heftig als probates mittel gegen leute wie mich bezeichnete, verfahren des nichtclickens bei nichtgefallen anwenden magst? seit monaten höre ich aus allen hinterhöfen von blog.de den empörten vorwurf: hey, wenn dir nicht gefällt was ich schreibe, dann lies es doch nicht! wie kommt es, dass du nicht in der lage bist, mich so zu ignorieren, wie ich dich ignorieren soll?
ich sag´s dir: weil du es nicht erträgst. weil es dir entzückte schauer den rücken hinab jagt zu schauen, was euer aller lieblingszecke mal wieder zu sagen hat. und weil du lieber mit abgehackten fingern vor deiner tastatur knien würdest, als das zu verpassen. also verschone mich bitte zukünftig mit deinen moalinsauren ratschlägen: ohne mich wäre das alles doch wirklich nur halb so schön. es kuschelt sich viel entspannter in den trogldytenhöhlen, wenn man weiss, dass sich woanders jemand die schwarze seele aus dem bauch kotzt.
und was das bessermachen angeht: darüber könnte man streiten. um dieses bessermachen mal zu spezifizieren: ich schreibe keine beiträge, in denen ich um leser buhle. ich schreibe keine beiträge über bescheuerte en vogue-themen, bei denen sich möglichst niemand kritisiert fühlt. ich krieche meinen lesern nicht dreispurig ins rektum. ich spiele mich nicht als rächer der verdammten oder viertklassiger prediger auf einem orangenkistchen auf. ich erachte mein blog nicht als plattform zur erlangung einer bestätigung, die mir mein leben nicht oder nicht ausreichend bieten kann. ich suche mit meinem blog keine freunde oder stehe hufescharrend vorm tor des herzens meiner leser. insofern mache ich zumindest mal einiges anders als du, lieber teddykrieger. ob dieses anders nun besser oder schlechter ist? wer weiss. auf jeden fall ist es mal ausgesprochen anders.
allerliebste grüße,
deine miss manierlich
Teddykrieger (anonym) - 2. Okt, 22:59
Schade! Die gleichen ollen Kamellen wie früher. gähhhnn....
Dachte, Du wärst gereift, aber versuchen wir es halt in einem halben Jahr wieder, wenn Du das Thema wieder hervorkramst. Bis dahin. Good luck!
Dachte, Du wärst gereift, aber versuchen wir es halt in einem halben Jahr wieder, wenn Du das Thema wieder hervorkramst. Bis dahin. Good luck!
Rociel - 4. Okt, 00:13
Das Einzige, was hier über die Zeit hinweg konstant ist, sind die Antwortsprüche als Reaktion, die wirklich JEDES Mal kommen und sich in kurz so zusammenfassen lassen:
- "Wer's sagt, isses selber!"
- "Och, der Text is ja soooo lang! Und da steht auch immer dasselbe drin!"
- "Kümmer Dich um Dich selbst!"
- "Brauchstes ja nicht lesen!"
- "Die is ja nur neidisch!"
Was Ihr dagegen nie tut: auch nur ansatzweise auf irgendeinen der Punkte im Text eingehen und sachlich bleiben. Stattdessen wird das Freche-Verteidigungssprüche-Repertoire aus der Grundschulzeit wieder herausgeholt und einer auf überlegen gemacht, à la "ich bin der armen, bemitleidenswerten Gifthexe ja sowieso so haushoch überlegen, lassen wir das doch lieber!" ("Möge Gott sie selig haben!" - das wäre nun wirklich apostelhaft...) Mit Deinem Kommentar hast Du das Ganze nur noch unterzeichnet, ohne es zu merken.
An die Sache mit "in einem halben Jahr wieder hervorkramen" glaube ich übrigens nicht: wenn diese hübsche Landkarte einmal fertig ist, wird's da nicht mehr viel zu zu sagen geben.
- "Wer's sagt, isses selber!"
- "Och, der Text is ja soooo lang! Und da steht auch immer dasselbe drin!"
- "Kümmer Dich um Dich selbst!"
- "Brauchstes ja nicht lesen!"
- "Die is ja nur neidisch!"
Was Ihr dagegen nie tut: auch nur ansatzweise auf irgendeinen der Punkte im Text eingehen und sachlich bleiben. Stattdessen wird das Freche-Verteidigungssprüche-Repertoire aus der Grundschulzeit wieder herausgeholt und einer auf überlegen gemacht, à la "ich bin der armen, bemitleidenswerten Gifthexe ja sowieso so haushoch überlegen, lassen wir das doch lieber!" ("Möge Gott sie selig haben!" - das wäre nun wirklich apostelhaft...) Mit Deinem Kommentar hast Du das Ganze nur noch unterzeichnet, ohne es zu merken.
An die Sache mit "in einem halben Jahr wieder hervorkramen" glaube ich übrigens nicht: wenn diese hübsche Landkarte einmal fertig ist, wird's da nicht mehr viel zu zu sagen geben.
panem (anonym) - 3. Okt, 14:19
Recht hast du, teilweise
auch bin seit kurzem ein stiller mitleser deines blogs, ja und auch ich gehöre zu den bloggern bei blog.de.
deine posts über blog.de sprechen mir aus der seele!
-da wird sich eitel gesonnt nach dem motto
n e i n ich bin völig uneitel
-da werden sachen abgelassen die ich tausendmal besser formuliert in
printmedien gelesen habe
-texte gepostet die einfach nur geklaut sind
auch auf die gefahr hin von dir in obig angesprochene schublade sozial verträglicher menschen gesteckt zu werden
da gibt es noch mehr
da findest du menschen
die mittels ihres blogs ihr leben besser meistern
die nur für sich schreiben
weil das was sie erleben
sonst unerträglich für sie ist
da geht es nicht um nabelschau
sondern um die bewältigung des eigenen lebens
nicht mehr
nicht weniger
das wird verbal gekotzt was das zeug hält
weil nur so die momentane situation zu ertragen ist
da ist der druck von aussen so groß
die kacke so am dampfen
da wird nicht gesäuselt
und tiriliert
oder nach aufmerksamkeit geheischt
da geht es nicht um die top 10
und tausend neue blogfreunde
sondern nur darum die momentane situation erträglich zu machen
und sei es nur die achso kruden gedanken
durch das niederschreiben zu sortieren und ordnen
und wieder ein bischen durchblick zu bekommen
und manchmal finden sich menschen
die so in der scheiße stecken
auf diesem weg
und helfen sich dann gegenseitig
verstehen das
was für ausenstehende völlig unverständlich ist
und wie so oft
verdecken die arroganten armleuchter
die ach so toll sind
nach dem motto:
-ach wie sind wir alle so prima
-so toll
-so allwissend
-so trendy
-haben zu allem die richtige meinung
den blick auf die menschen
für die das bloggen ein stück lebenshilfe ist
den gesprchspartner ersetzt
das leben erträglich macht
und das
finde ich
sollte bei deiner berechtigten kritik an blog.de
nicht übersehen
oder vergessen werden
panem
deine posts über blog.de sprechen mir aus der seele!
-da wird sich eitel gesonnt nach dem motto
n e i n ich bin völig uneitel
-da werden sachen abgelassen die ich tausendmal besser formuliert in
printmedien gelesen habe
-texte gepostet die einfach nur geklaut sind
auch auf die gefahr hin von dir in obig angesprochene schublade sozial verträglicher menschen gesteckt zu werden
da gibt es noch mehr
da findest du menschen
die mittels ihres blogs ihr leben besser meistern
die nur für sich schreiben
weil das was sie erleben
sonst unerträglich für sie ist
da geht es nicht um nabelschau
sondern um die bewältigung des eigenen lebens
nicht mehr
nicht weniger
das wird verbal gekotzt was das zeug hält
weil nur so die momentane situation zu ertragen ist
da ist der druck von aussen so groß
die kacke so am dampfen
da wird nicht gesäuselt
und tiriliert
oder nach aufmerksamkeit geheischt
da geht es nicht um die top 10
und tausend neue blogfreunde
sondern nur darum die momentane situation erträglich zu machen
und sei es nur die achso kruden gedanken
durch das niederschreiben zu sortieren und ordnen
und wieder ein bischen durchblick zu bekommen
und manchmal finden sich menschen
die so in der scheiße stecken
auf diesem weg
und helfen sich dann gegenseitig
verstehen das
was für ausenstehende völlig unverständlich ist
und wie so oft
verdecken die arroganten armleuchter
die ach so toll sind
nach dem motto:
-ach wie sind wir alle so prima
-so toll
-so allwissend
-so trendy
-haben zu allem die richtige meinung
den blick auf die menschen
für die das bloggen ein stück lebenshilfe ist
den gesprchspartner ersetzt
das leben erträglich macht
und das
finde ich
sollte bei deiner berechtigten kritik an blog.de
nicht übersehen
oder vergessen werden
panem
sportsfreund (anonym) - 3. Okt, 19:03
ich les immer "rausgeworfen". das stimmt doch gar nicht auch, wenn's dem ein oder anderen gefallen würde. die miss ist bei blog.de noch reguläres mitglied und ihr blog wurde nicht mal gelöscht sondern nur abgeklemmt.
es ging einzig und allein um die angst, die die macher davor hatten, dass ein aufgeblasener schnösel ein ultimatum einhalten könnte und rechtliche schritte einleiten. alles nur weil die miss eine überschrift gefunden hatte für ein posting in dem blogs des schnösels verlinkt waren.
der schnösel ist etwa doppelt so alt wie die blog.de geschäftsführer und etwa zehn mal so aufgeblasen, vielleicht kam es deswegen zu dem glauben hier von betreiberseite besser etwas zu unternehmen. zumal man sich des beifalls der klebrigen bloggermasse auf blog.de sicher sein konnte.
der schnösel bläst sich übrigens an noch so manch anderer stelle auf und sorgt für heitere diskussionen. ein nettes beispiel ist sein überschwenglicher selbsteintrag bei wikipedia.de. hier musste er diverse superlative entfernen und einiges kürzen, drin gelassen hat man ihn aber aus nicht wirklich nachvollziehbaren gründen. siehe hier zur dikussion: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Ernst_Probst
es ging einzig und allein um die angst, die die macher davor hatten, dass ein aufgeblasener schnösel ein ultimatum einhalten könnte und rechtliche schritte einleiten. alles nur weil die miss eine überschrift gefunden hatte für ein posting in dem blogs des schnösels verlinkt waren.
der schnösel ist etwa doppelt so alt wie die blog.de geschäftsführer und etwa zehn mal so aufgeblasen, vielleicht kam es deswegen zu dem glauben hier von betreiberseite besser etwas zu unternehmen. zumal man sich des beifalls der klebrigen bloggermasse auf blog.de sicher sein konnte.
der schnösel bläst sich übrigens an noch so manch anderer stelle auf und sorgt für heitere diskussionen. ein nettes beispiel ist sein überschwenglicher selbsteintrag bei wikipedia.de. hier musste er diverse superlative entfernen und einiges kürzen, drin gelassen hat man ihn aber aus nicht wirklich nachvollziehbaren gründen. siehe hier zur dikussion: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Ernst_Probst
Miss Manierlich - 4. Okt, 00:27
liebe(r) panem,
vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: nette, sozialverträgliche menschen erregen mitnichten reflexartig meinen unmut oder spott. wie bei so vielen dingen macht auch hier die art und weise der präsentation die musik. ich empfinde es als hochgradig ungoustiös, wenn menschen mit ihrem wesen auf so affige art und weise hausieren gehen, mit ungewaschenen füsschen im bett thronen und zipfelmützig entlang ihrer eigenen hehren maßstäbe predigen und belehren. mich stört der duktus und die verquere überschätzung eigenen handelns - nicht die dahinterliegende einstellung. mich stört der umstand, sich zu allem und jeden zu äussern und eine meinung zu noch so banalen dingen zu exponieren. niemand findet es sonderlich schön, wenn junge mädchen kotzbrechen - warum darüber einen kopfwiegenden artikel schreiben? niemand freut sich, wenn ein kirchenportal mit ungelenken tags beschmiert wird - warum in bester speakers corner manier diesen umstand aufs tableau bringen? mich ekelt die zugrundeliegende charakterliche disposition, die beifallheischende theatralik mit der solche beiträge in die welt schreien: "schauet her! ich sehe, was übel ist an dieser welt und scheue mich nicht, darüber zu sprechen!".
bloggen erfüllt sicherlich eine vielzahl von funktionen und die therapeutische gehört ohne frage dazu. natürlich kenne ich nicht alle zenhntausende von blogs auf blog.de und ohne zweifel existieren eine menge, die wie von dir beschrieben still und leise (im sinne von wenig beachtet) berichten, erzählen und für sich selbst schreiben und veräusserlichen wollen. vielleicht sind sie auch deshalb so unbeachtet, weil sie gar nicht beachtet werden wollen und als hilfe für ihre verfasser gedacht sind. denn auch hier ist es eine sehr spezielle art von, nennen wir sie der einfachheit halber therapeutischen blogs, die den sprung über die wahrnehmungsschwelle schaffen. ich könnte dir aus dem stegreif drei dutzend blogs junger anorektikerinnen, svv´ler oder schizoaffektiver nennen, die den schritt vom, von dir beschriebenen blog hin zu einer abartigen form von blogsternchenhort gemacht haben. die nicht mehr länger für sich oder andere betroffene, sondern fürs publikum schreiben. der einzige unterschied zu anderen blogs ist, dass der teaser hier eben nicht die schilderung sexueller handlungen oder anderem, sondern das exponierte, tiefe leiden an der eigenen existenz ist. und es gibt einen gewaltigen unterschied, ob ich meine erfahrungen und gefühle für mich, oder für die hufscharrende kommentarschar schreibe. ob ich nächtliches ritzen, kotzen oder alpträumen für mich selbst oder für die stets zu mitleid bereite leserschar schildere.
es ekelt mich an zu lesen, wie krankheit oder eigene schwäche als lifestyle inszeniert werden. und wenn ich diese blogs kommentiere oder lese, fühle ich mich nicht bemüssigt, sonderlich schonend und rücksichtsvoll zu schreiben. meine kritik richtet sich dann nicht mehr an menschen, die über ihre schwäche oder beeinträchtigung schreiben, sondern hat aufmerksamkeitsgeile pinscher zum adressaten.
ein svv-blog, dass im header durch die üblichen hochglanzbildchen schwarzlippiger schönheiten mit blutigen handgelenken geschmückt wird und im ton eines schreibenden paparazzi davon berichtet, wie geil es ist dem druck nachzugeben, inszeniert den vorhandenen leidensdruck auf eine art und weise, die wie eine blutrünstige schmuddelheadline fungiert und potenziellen lesern unmissverständlich anzeigen soll, was hier inhaltlich geboten wird. blogs, deren avatare schmerzgebeugte engel zieren und in denen regelmässig todessehnsüchtige gedichte und bilder von grabsteinen und babyskeletten prangen, kann ich persönlich nicht ernst nehmen. ich kenne kein einziges ernstzunehmendes forum, in denen menschen authentisch berichten, hilfe suchen oder sich austauschen wollen, das diese form der maskerade und des leidenskarnevals benutzen würde. sich die eigene situation erträglich machen zu wollen, bedarf solcher visueller anreize und kommunikativer lockgebärden wohl eher nicht.
ich kenne ein forum multipler persönlichkeiten, die in den nutzungsbedingungen ihres forums dezidiert darauf hinweisen, dass das posten solcher bilder, explizite schilderungen des erlebten und inszenierte opferrollen hier nicht erwünscht wären. neben dem triggerschutz hat dies seine gründe ganz einfach darin, dass bewältigung, schutz aller beteiligter und austausch betroffener im vordergrund stehen - und nicht die inszenierung als opfer und die ausschmückung der sozialen räume für unbeteiligte.
eigentlich hast du es in deinem letzten satz beinahe selbst formuliert - die menschen, für die das bloggen einen sichere, anonyme und einfache möglichkeit zur kommunikation und bewältigung darstellt, sind über die kritik, die ich äussere vollständig erhaben und von ihr auch nicht betroffen. vielleicht stellen solche blogs sogar einen größeren anteil an der gesamt-community als erwartet, aber sie tun es in selbstgewählter nichtöffentlichkeit, die man ihnen auch lassen sollte. wer jedoch aggressiv an die öffentlichkeit, zu der ich auch mich zähle drängt, und mit dem was anderen menschen leiden lässt um aufmerksamkeit buhlt, der wird auch zukünftig was auf die pfoten bekommen.
vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: nette, sozialverträgliche menschen erregen mitnichten reflexartig meinen unmut oder spott. wie bei so vielen dingen macht auch hier die art und weise der präsentation die musik. ich empfinde es als hochgradig ungoustiös, wenn menschen mit ihrem wesen auf so affige art und weise hausieren gehen, mit ungewaschenen füsschen im bett thronen und zipfelmützig entlang ihrer eigenen hehren maßstäbe predigen und belehren. mich stört der duktus und die verquere überschätzung eigenen handelns - nicht die dahinterliegende einstellung. mich stört der umstand, sich zu allem und jeden zu äussern und eine meinung zu noch so banalen dingen zu exponieren. niemand findet es sonderlich schön, wenn junge mädchen kotzbrechen - warum darüber einen kopfwiegenden artikel schreiben? niemand freut sich, wenn ein kirchenportal mit ungelenken tags beschmiert wird - warum in bester speakers corner manier diesen umstand aufs tableau bringen? mich ekelt die zugrundeliegende charakterliche disposition, die beifallheischende theatralik mit der solche beiträge in die welt schreien: "schauet her! ich sehe, was übel ist an dieser welt und scheue mich nicht, darüber zu sprechen!".
bloggen erfüllt sicherlich eine vielzahl von funktionen und die therapeutische gehört ohne frage dazu. natürlich kenne ich nicht alle zenhntausende von blogs auf blog.de und ohne zweifel existieren eine menge, die wie von dir beschrieben still und leise (im sinne von wenig beachtet) berichten, erzählen und für sich selbst schreiben und veräusserlichen wollen. vielleicht sind sie auch deshalb so unbeachtet, weil sie gar nicht beachtet werden wollen und als hilfe für ihre verfasser gedacht sind. denn auch hier ist es eine sehr spezielle art von, nennen wir sie der einfachheit halber therapeutischen blogs, die den sprung über die wahrnehmungsschwelle schaffen. ich könnte dir aus dem stegreif drei dutzend blogs junger anorektikerinnen, svv´ler oder schizoaffektiver nennen, die den schritt vom, von dir beschriebenen blog hin zu einer abartigen form von blogsternchenhort gemacht haben. die nicht mehr länger für sich oder andere betroffene, sondern fürs publikum schreiben. der einzige unterschied zu anderen blogs ist, dass der teaser hier eben nicht die schilderung sexueller handlungen oder anderem, sondern das exponierte, tiefe leiden an der eigenen existenz ist. und es gibt einen gewaltigen unterschied, ob ich meine erfahrungen und gefühle für mich, oder für die hufscharrende kommentarschar schreibe. ob ich nächtliches ritzen, kotzen oder alpträumen für mich selbst oder für die stets zu mitleid bereite leserschar schildere.
es ekelt mich an zu lesen, wie krankheit oder eigene schwäche als lifestyle inszeniert werden. und wenn ich diese blogs kommentiere oder lese, fühle ich mich nicht bemüssigt, sonderlich schonend und rücksichtsvoll zu schreiben. meine kritik richtet sich dann nicht mehr an menschen, die über ihre schwäche oder beeinträchtigung schreiben, sondern hat aufmerksamkeitsgeile pinscher zum adressaten.
ein svv-blog, dass im header durch die üblichen hochglanzbildchen schwarzlippiger schönheiten mit blutigen handgelenken geschmückt wird und im ton eines schreibenden paparazzi davon berichtet, wie geil es ist dem druck nachzugeben, inszeniert den vorhandenen leidensdruck auf eine art und weise, die wie eine blutrünstige schmuddelheadline fungiert und potenziellen lesern unmissverständlich anzeigen soll, was hier inhaltlich geboten wird. blogs, deren avatare schmerzgebeugte engel zieren und in denen regelmässig todessehnsüchtige gedichte und bilder von grabsteinen und babyskeletten prangen, kann ich persönlich nicht ernst nehmen. ich kenne kein einziges ernstzunehmendes forum, in denen menschen authentisch berichten, hilfe suchen oder sich austauschen wollen, das diese form der maskerade und des leidenskarnevals benutzen würde. sich die eigene situation erträglich machen zu wollen, bedarf solcher visueller anreize und kommunikativer lockgebärden wohl eher nicht.
ich kenne ein forum multipler persönlichkeiten, die in den nutzungsbedingungen ihres forums dezidiert darauf hinweisen, dass das posten solcher bilder, explizite schilderungen des erlebten und inszenierte opferrollen hier nicht erwünscht wären. neben dem triggerschutz hat dies seine gründe ganz einfach darin, dass bewältigung, schutz aller beteiligter und austausch betroffener im vordergrund stehen - und nicht die inszenierung als opfer und die ausschmückung der sozialen räume für unbeteiligte.
eigentlich hast du es in deinem letzten satz beinahe selbst formuliert - die menschen, für die das bloggen einen sichere, anonyme und einfache möglichkeit zur kommunikation und bewältigung darstellt, sind über die kritik, die ich äussere vollständig erhaben und von ihr auch nicht betroffen. vielleicht stellen solche blogs sogar einen größeren anteil an der gesamt-community als erwartet, aber sie tun es in selbstgewählter nichtöffentlichkeit, die man ihnen auch lassen sollte. wer jedoch aggressiv an die öffentlichkeit, zu der ich auch mich zähle drängt, und mit dem was anderen menschen leiden lässt um aufmerksamkeit buhlt, der wird auch zukünftig was auf die pfoten bekommen.
walhalladada - 4. Okt, 00:40
MIU MIU...
"Es kann der Geist im Fertigen von Schuhen tieferes Genügen finden und Bewenden,als in des Denkens höchsten Gegenständen."
@junkie: Ein Medium, dass sich nicht selbst reflektiert, ist überflüssig
und per se wertlos!
@junkie: Ein Medium, dass sich nicht selbst reflektiert, ist überflüssig
und per se wertlos!
panem (anonym) - 4. Okt, 07:47
Stimmt
liebe (!) miss manierlich,
treffend gesagt
schön formuiert
mir aus dem herzen gesprochen
und auf den punkt gebracht
was ich oft schon empfunden
ohne es in worte packen zu können
in diesem sinne
feste weiter auf die finger klopfen!
panem
der sich immer wieder wundert
das menschen
nur weil sie eine unbequeme wahrheit aussprechen
so angegriffen werden
treffend gesagt
schön formuiert
mir aus dem herzen gesprochen
und auf den punkt gebracht
was ich oft schon empfunden
ohne es in worte packen zu können
in diesem sinne
feste weiter auf die finger klopfen!
panem
der sich immer wieder wundert
das menschen
nur weil sie eine unbequeme wahrheit aussprechen
so angegriffen werden
medienjunkie2.0 - 6. Okt, 15:45
unabhängig davon, ob ich nicht vllt. selbst dazugehöre oder dazugehört habe, ich habe mich gut unterhalten, auch wenn sie texte wegen der kleinen schrift manchmal abschreckend auf meine schwachen augen wirken. aber wofür gibts brillen.
was mir in letzter zeit auffällt (jetzt fang ich auch schon damit an) ist die immer mehr werdende beschäftigung mit blogthemen. ab und an finde ich das ja ganz ok, auch wenn es mich schon verwundert, dass bei twoday und anderen plattformen kaum einer über sowas spricht. ein blogger sagte mal "bloggt nichts übers bloggen, bloggt!" und das sollten sich viele mal auf die fahnen schreiben. zum teil ist es mir echt zu viel und die meisten diskussionen um top10 usw. überspringe ich mittlerweile.
und die freundeslisten sind linklisten, dass die leute das alle nicht verstehen wollen. ich will stark hoffen, dass die scheißdinger endlich mal umbenannt werden, linkliste oder sonst was aber das wird eh nie geschehen. manche bloggen und lesen viel, die haben mehr links drin, andere weniger, die haben auch weniger "freunde". warum muss man darüber diskutieren, warum muss man sich entschuldigen (persönlich per mail), wenn man jemanden löscht? auch das wäre ja nicht so schlimm, wenn es MAL passieren würde, aber jedes mal, das muss doch nicht sein. -.-
was mir in letzter zeit auffällt (jetzt fang ich auch schon damit an) ist die immer mehr werdende beschäftigung mit blogthemen. ab und an finde ich das ja ganz ok, auch wenn es mich schon verwundert, dass bei twoday und anderen plattformen kaum einer über sowas spricht. ein blogger sagte mal "bloggt nichts übers bloggen, bloggt!" und das sollten sich viele mal auf die fahnen schreiben. zum teil ist es mir echt zu viel und die meisten diskussionen um top10 usw. überspringe ich mittlerweile.
und die freundeslisten sind linklisten, dass die leute das alle nicht verstehen wollen. ich will stark hoffen, dass die scheißdinger endlich mal umbenannt werden, linkliste oder sonst was aber das wird eh nie geschehen. manche bloggen und lesen viel, die haben mehr links drin, andere weniger, die haben auch weniger "freunde". warum muss man darüber diskutieren, warum muss man sich entschuldigen (persönlich per mail), wenn man jemanden löscht? auch das wäre ja nicht so schlimm, wenn es MAL passieren würde, aber jedes mal, das muss doch nicht sein. -.-
sportsfreund (anonym) - 6. Okt, 18:28
junker, die freundesliste ist mehr als eine linkliste, weil ein freundeseintrag bidirektionales einverständnis erfordert und somit alle entsprechenden sozialpsychologischen interaktionen ablaufen. das ist doch ein wesentlicher teil im geschäftsmodell von blog.de! der community aspekt lässt die leute sogar nachteile gegenüber anderen plattformen wie werbung in kauf nehmen.
medienjunkie2.0 - 6. Okt, 19:57
für manche ist es eine liste mit interaktiven freunden, für mich ist es eine linkliste. das "das die leute das nicht verstehen wollen" nehme ich wieder zurück. jeder wie er lustig ist, mich nervt nur diese riesenwerbung, das wird so hochstilisiert.
Miss Manierlich - 8. Okt, 21:40
lieber medienjunkie,
dersportsfreund hat schon recht: eine freundesliste ist mehr. sie ist in den augen derjenigen, für die sie gemacht wurde und die sie mit sakralem ernst nutzen und vor sich hertragen der minimale konsens der jeder freundschaft innewohnt. blogfreundschaften sind wie die zerknüllten zettel, die in der grundschule hin und herflogen und auf der ungelenk stand "willst du mein freund werden?" mit drei kleinen kästchen zum ankreuzen. wenn es ums verlinken gehen würde, könnte man einfach alle leute, die man mag in eine blogroll packen und keine freundschaften annehmen. dass es in praxis anders läuft, spricht sehr für meine und des sportsfreundes theorie.
grüße,
miss manierlich
dersportsfreund hat schon recht: eine freundesliste ist mehr. sie ist in den augen derjenigen, für die sie gemacht wurde und die sie mit sakralem ernst nutzen und vor sich hertragen der minimale konsens der jeder freundschaft innewohnt. blogfreundschaften sind wie die zerknüllten zettel, die in der grundschule hin und herflogen und auf der ungelenk stand "willst du mein freund werden?" mit drei kleinen kästchen zum ankreuzen. wenn es ums verlinken gehen würde, könnte man einfach alle leute, die man mag in eine blogroll packen und keine freundschaften annehmen. dass es in praxis anders läuft, spricht sehr für meine und des sportsfreundes theorie.
grüße,
miss manierlich

Man könnte Dich regelrecht für blog.de-traumatisiert halten, wenn man sich Dein Blog anschaut...
das thema blog.de lässt mich in der tat nicht los - und zwar, weil ich immernoch und immerdar der meinung sein werde, dass es dort ganz gewaltig fault und stinkt und modert. mich ärgert heute beinahe noch mehr an dieser plattform und ihren usern, als dies früher der fall war.
in diesem sinne empfinde ich es als entspannende tätigkeit, mich hier und da zu diesem thema zu äussern - und ganz im ernst: ich tue es ja tatsächlich eher selten. in knappen fünf monaten twoday-existenz habe ich mich mit dem thema (inklusive turi, der ja nur halb dazu zählt) ganze sechs mal zum thema geäussert. ausser den beiden locus amoenus-einträgen und dem text über das jetzt.de-stipendium fällt mir spontan wenig ein, was unmittelbar mit blog.de verknüpft wäre. und ich finde, das ist ein ganz akzeptabler schnitt.
weil dieser aspekt ein immerwiederkehrender in den damaligen kommentaren war: ich finde es ein unding, sich nicht auch mit dingen auseinander zu setzen, die mich ärgern oder belustigen. die auffassung: was mir nicht gefällt, das clicke ich nicht an, ist für mich nicht nachvollziehbar und somit auch kein maßstab für das auswählen eines themas. ich beschäftige mich ja auch weniger mit der frage, was mich anödet, als vielmehr mit den dahinterliegenden mechanismen, warum dinge die mich und viele andere leute anöden, trotzdem blog.de-seitig einen solchen hype erfahren. zumindest ich finde das ganz spannend.
und ausserdem freut´s mich immer wieder, wenn auch stumme mitleser sich hier und da zu wort melden - das dürften sie auch gern bei anderen, als den blog.de-beiträgen. sonst müsste ich ja den eindruck bekommen, hier wäre noch jemand anderes traumatisiert...
viele grüße,
miss manierlich
Und wer weiß, vielleicht traue ich mich jetzt, nachdem ich jetzt aus der schweigenden Masse herausgetreten bin, dann auch mal bei ganz normalen Einträgen der bösen Miss M. mal einen Kommentar zu hinterlassen...